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Fußball-Landesliga VfL Wildeshausen erwartet Sonntag den SV Wilhelmshaven

Von Frederik Böckmann | 17.10.2015, 08:45 Uhr

Wildeshausen: Attraktives Heimspiel für den VfL Wildeshausen: Der Fußball-Landesligist erwartet am Sonntag (15 Uhr) im heimischen Krandelstadion den SV Wilhelmshaven.

Wir schreiben die Fußball-Saison 2009/2010: Der VfL Wildeshausen spielt in der Kreisliga gegen kleine Vereine wie den SV Tungeln, während der SV Wilhelmshaven in der Regionalliga Nord als skandalträchtiger, aber etablierter Verein in der Regionalliga Nord um den Klassenerhalt kämpft. Zwischen den Krandel-Kickern und Jade-Fußballern im Halbprofitum liegen fußballerische Welten. Fünfeinhalb Jahre später kämpfen der VfL und der SVW in der Landesliga gemeinsam um Punkte und treffen an diesem Sonntag (15 Uhr) – sofern es die Platzverhältnisse zulassen aufeinander. VfL-Trainer Marcel Bragula findet: „Das ist doch eine schöne Geschichte, die zeigt, was wir für eine tolle Entwicklung genommen haben.“

Bragula nimmt seine Führungsspieler in die Pflicht

Diese Entwicklung möchte Wildeshausen natürlich auch in der kommenden Spielzeit in Liga sechs weiterschreiben. Damit das klappt, hat Bragula seine Schützlinge in dieser Woche ernster ins Gebet genommen. Denn die Leistungsschwankungen seiner Akteure wie etwa in der vergangenen Partie beim SC Melle (1:3) sind dem Trainer ein Dorn im Auge. „Das nervt mich gewaltig. Wir müssen über 90 Minuten unser komplettes Leistungsvermögen abrufen, nicht nur über 45 oder 60 Minuten.“ Taktische Fehler oder Undiszipliniertheiten würden in der Landesliga eiskalt bestraft. „Wir wollen und dürfen Wilhelmshaven nicht nur Spalier stehen“, sagt Bragula.

Vor allem seine Führungsspieler nimmt Bragula deshalb verstärkt in die Pflicht. „Es reicht nicht, wenn sie nur alle zwei Wochen ein Feuerwerk abbrennen.“

Auch seine Flügelflitzer Janek Jacobs und Maxi Seidel müssten sich noch an das Tempo in der neuen Liga gewöhnen. „Wir wollen ihnen nicht die Eins-gegen-Eins-Situationen verbieten, aber manchmal müssen sie sich doch noch schneller vom Ball trennen“, sagt Bragula.

Norman Holzenkamp rückt in den Kader

Um neue Reize zu setzten hat Bragula auch verstärkt Akteure aus der starken U23 des VfL im Fokus. So wird etwa Offensivmann Norman Holzenkamp Sonntag im Kader stehen – und ist eventuell sogar ein Kandidat für die Startelf.

Neben den Langzeitverletzten Majues Gebhardt-Bauer und Jan Gusfeld-Ordemann sowie Bastian Stukenschmidt (Bänderiss) fehlen Bragula und seinem Trainer-Kollegen Marco Elia die urlaubenden Kari-Brüder Andreas Kari. Rene Tramitzke ist nach seiner Bänderdehnung noch im Aufbautraining. Mittelstürmer Lennart Feldhus hat seine Zerrung fast auskuriert.