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Fussball-Landesliga VfL Wildeshausen gibt sich nicht auf

Von Lars Pingel | 08.05.2017, 09:02 Uhr

Die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen waren nach dem 1:1 (1:1) gegen Schlusslicht TuS Pewsum schwer enttäuscht. Den Kampf um den Klassenerhalt geben sie aber nicht auf.

Der Stachel saß natürlich tief. „Wir sind von dem Ergebnis und der Leistung sehr enttäuscht“, sagte Marcel Bragula, Trainer der Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen, nach dem 1:1 (1:1) gegen den TuS Pewsum. Seine Mannschaft hatte im Kampf gegen den Abstieg im Heimspiel gegen das Schlusslicht, das den Sturz in die Bezirksliga schon lange nicht mehr verhindern kann, zwei Punkte liegengelassen. Doch aufgeben ist nicht die Sache der Wildeshauser, die fünf Punkte Rückstand zum Nicht-Abstiegsplatz aufweisen. „Wir müssen sehen, dass wir uns alle zusammenreißen“, bestätigte Bragula. „Wir werden in den letzten drei Spielen alles versuchen; wir sind noch nicht abgestiegen.“

Dass es sich lohnen kann, um jeden Rang zu kämpfen, hatte der niedergeschlagene Bragula nämlich nicht vergessen. „Wer weiß, was sonst noch passiert“, fragte er mit Blick auf die Tatsache, dass sich die Zahl der Landesliga-Absteiger von fünf auf vier reduziert, wenn der BV Cloppenburg Oberligist bleibt.

Frederik Dittmar erzielt Traumtor

In den ersten 45 Minuten der Partie gegen Pewsum gelang dem VfL nicht viel. „Das war eine Nicht-Leistung von uns“, urteilte Bragula. Fehlende taktische Disziplin, mangelhaftes Zweikampfverhalten und viele ungenaue Pässe kennzeichneten das VfL-Spiel. Das war auch auf das frühe 0:1 zurückzuführen, das Aziz-Han Timur per Strafstoß erzielte (5.). Lukas Schneider hatte den Pewsumer Tim Zuther gefoult. Von diesem Schreck erholten sich die Wildeshauser bis zum Halbzeitpfiff nicht. Daran änderte auch das Traumtor zum Ausgleich von Frederik Dittmar nichts, der aus 18 Metern in den Winkel traf (17.).

VfL vergibt klare Chancen

In der zweiten Halbzeit steigerte sich der VfL, leistete vor allem aufmerksamer Defensivarbeit. Pewsum hatte nur noch eine klare Chance, die VfL-Torwart Sebastian Pundsack vereitelte, indem er Zuther im Strafraum den Ball abnahm (61.). Allerdings: Die Wildeshauser waren zwar – in der Schlussphase sogar klar – überlegen, erspielten sich aber nur zwei der gerne als 100-prozentig bezeichneten Möglichkeiten. Maximilian Seidel scheiterte aus sieben Metern am starken TuS-Torwart Daniel Dietrich (70.). In der Nachspielzeit zog Sascha Görke gegen Dietrich den Kürzeren. Der Pewsumer parierte Schuss und Nachschuss des Wildeshausers (90.+2).

Körperliche Frische fehlt

Den VfL-Spielern war bereits vor der Pause, aber vor allem nach dem Seitenwechsel schon deutlich anzumerken, dass sie die Partie unbedingt gewinnen wollten. Es fehlte aber die körperliche Frische und dadurch bedingt auch die geistige Energie, um den Heimsieg auch zu erzwingen. Ein Resultat der vielen verletzungs- und berufsbedingten Ausfälle, die der Kader im Laufe der langen kräfte- und nervenzehrenden Saison verkraften musste. „Die Mannschaft hat nie aufgegeben“, erklärte Bragula nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Pewsum. „Aber man hat gesehen, dass sie ausgepumpt ist.“ Das gelte nicht zuletzt für die Leistungsträger: „Sie müssen Woche für Woche 90 Minuten gehen. Sie haben keine Pausen bekommen.“