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Fußball-Landesliga VfL Wildeshausen: Harter Ton im Abstiegskampf

Von Daniel Niebuhr | 20.05.2016, 19:39 Uhr

Trainer Marcel Bragula schwört den Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen auf das Saisonfinish ein: „Wer nicht alles gibt, hat ein Problem mit mir.“

Wer siebenmal in Folge verliert, ist in der Regel nicht bester Laune. Und wer dadurch nach einer bis dahin hervorragenden Saison womöglich noch absteigt, der kann schon mal fortgeschrittenen Frust schieben – die Worte von Marcel Bragula vor dem Fußball-Landesligaspiel am Samstag ab 16.30 Uhr beim VfL Oythe waren allerdings so deutlich, dass man erst einmal schlucken musste. „Ich habe alles versucht, ich kriege den Bock einfach nicht umgestoßen“, sagte der Trainer des VfL Wildeshausen: „Es nagt an mir, ich muss aufpassen, dass ich das nicht mit ins Private oder ins Berufsleben nehme.“

Die Situation der Wildeshauser ist in der Tat nicht leicht. Im Moment liegt der Neuling auf dem ersten Abstiegsplatz; das rettende Ufer ist zwar nah, dem VfL fehlen aktuell aber sieben Stammspieler. „Ich habe das noch nie erlebt“, sagt Bragula. „Die Lage ist dramatisch.“

Allerdings nicht hoffnungslos. Nach dem Auftritt beim Tabellensechsten in Oythe, den die Wildeshauser im Hinspiel mit 5:1 abgeschossen haben, folgen noch drei Spiele im heimischen Krandelstadion. Sieben Punkte müssten es für den Klassenerhalt werden, so Bragulas Rechnung. „Besonders in den Heimspielen fordere ich die Mentalität ein, die Wildeshausen ausmacht“, mahnt Bragula. „Wer nicht alles gibt, hat ein Problem mit mir.“ Sollte es schiefgehen, „dann übernehme ich die Verantwortung“, kündigt der Trainer an, erklärt aber auch: „Die Landesliga ist für uns kein Muss. Wir werden den Wildeshauser Weg weitergehen.“