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Fussball-Landesliga VfL Wildeshausen vergibt zu viele klare Chancen

Von Lars Pingel | 01.05.2017, 14:52 Uhr

Bittere Niederlage: Die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen erspielten sich beim TSV Oldenburg viele klare Torchancen. Dass sie die meisten nicht nutzten, wurde bestraft: Die Wildeshauser verloren mit 2:3 (1:0).

Das Ergebnis eines Fußballspiels muss nicht unbedingt widerspiegeln, wie die 90 Minuten plus Nachspielzeit verlaufen waren. Die 2:3 (1:0)-Niederlage seiner Mannschaft beim TSV Oldenburg war für Marcel Bragula, Trainer des Landesligisten VfL Wildeshausen, ein Paradebeispiel für diese These. „Die Partie muss 6:2 für uns ausgehen“, sagte er und erklärte den Widerspruch prombt: „Wir sind selber schuld. Wir haben bestimmt zwölf 100-prozentige Chancen vergeben.“

Lennart Flege bringt VfL in Führung

Die gegen den Abstieg kämpfenden Wildeshauser dominierten am Sonntagnachmittag das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz an der Maastrichter Straße in Oldenburg zunächst eindeutig. In den ersten 45 Minuten kamen die Gastgeber kaum aus der eigenen Hälfte heraus. „Die erste Halbzeit war mit das Einseitigste, was ich seit langem gesehen habe“, sagte Bragula. Aus den vielen guten Möglichkeiten, die sich seine Mannschaft erspielte, machte sie allerdings nur ein Tor. Lennart Flege war nach einem Eckstoß, den Maximilian Seidel verlängert hatte, erfolgreich (35. Minute). „Wir hätten 3:0 führen können, dann wäre der Sack zu gewesen“, haderte Bragula.

TSV-Torwart Engelbart ragt heraus

War er aber eben nicht. „Nach der Pause haben wir nicht mehr ganz so gut gespielt“, erklärte der VfL-Trainer. Trotzdem hätte sein Team den Vorsprung vor dem Ausgleich noch ausbauen können oder sogar müssen. Dass das nicht gelang, rächte sich bitter. Nach einem Zweikampf von Lennart Feldhus mit TSV-Spieler Tibor Braun entschied Schiedsrichter Jan-Hendrik von Aschwege (SV Petkum) auf Strafstoß für die Oldenburger: Remigius Wild verwandelte (58.). Zwei Geniestreiche von Johannes Wielspütz, der in Arjen-Robben-Manier (Bragula) erst das 2:1 (79.) und dann mit einem direkt verwandelten Freistoß das 3:1 (87.) für den TSV markierte, brachten die Wildeshauser, die auch vor dem dritten Gegentreffer noch einige Male am überragenden TSV-Torwart Thorben Engelbart gescheitert waren, auf die Verliererstraße. Das 2:3 von Jan Lehmkuhl, der einen Foulelfmeter verwandelte (90.), kam zu spät.