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Fußball-Landesliga VfL Wildeshausen verliert gegen Germania Leer mit 0:1

Von Lars Pingel | 05.05.2016, 09:03 Uhr

Die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen mussten am Mittwochabend eine Heimniederlage hinnehmen. Vor 180 Zuschauern verloren sie im Krandelstadion gegen Germania Leer mit 0:1 (0:0).

Die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen haben die Trendwende nicht geschafft. Am Mittwochabend verloren sie ihr Heimspiel vor 180 Zuschauern auf einem Nebenplatz des Krandelstadions gegen das abstiegsgefährdete Germania Leer. Das 0:1 (0:0), das der 120 Sekunden zuvor eingewechselte Lukas Siemers in der 77. Minute besiegelt hatte, war die fünfte Niederlage in Folge, die der Aufsteiger kassierte. In diesen fünf Partien schoss das VfL-Team, das die zurückliegenden sieben Spiele nicht gewonnen hat, nur ein Tor. „Wir nutzen einfach unsere Chancen nicht mehr“, haderte Trainer Marco Elia – und nannte sofort die logische bittere Konsequenz: „Dann kannst du halt nicht gewinnen.“

VfL spielt gute erste Halbzeit

Die Wildeshauser kontrollierten gegen zunächst vor allem auf Absicherung des eigenen Tores bedachte Leeraner in den ersten 45 Minuten recht souverän das Geschehen. Das war einer guten Raumaufteilung, viel Laufarbeit und engagierter Zweikampfführung zu verdanken. Maximilian Seidel (2. Minute) vergab früh eine gute Chance. Danach machte der VfL allerdings zu wenig aus seiner Überlegenheit. Ein kleiner Flüchtigkeitsfehler hier, ein etwas ungenauer Pass dort – immer wieder kam das Team nach seinen Kombinationen nicht zum Abschluss. Und trotzdem, es hätte in Führung gehen können. „Müssen“, fand Elia. Jan Lehmkuhl griff Germania-Innenverteidiger Christopher Appeldorn an der Strafraumgrenze an. Der versuchte, den Ball wegzuschlagen, traf aber Lehmkuhls Bein. Von dort flog das Spielgerät in einem hohen Bogen in Richtung Tor. Der Leeraner Torwart Marcel Lücking bekam seine Hände noch vor der Linie dran, schubste den Ball zurück ins Feld. Lehmkuhl erreichte ihn zwar vor Lücking – schoss aber aus vier Metern über die Latte.

Passgenauigkeit der Wildeshauser sinkt

Elia war bis dahin dennoch zufrieden. „Wir hatten uns viel vorgenommen. In der ersten Halbzeit haben wir das gut umgesetzt“, bestätigte er. Das Aber folgte jedoch prompt: „Die zweite Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Wir bekommen keinen Zugriff mehr, kriegen unsere Laufwege nicht mehr rein und stehen taktisch nicht gut.“

Die Gäste gingen etwas offensiver in den zweiten Spielabschnitt einer von verbissen geführten Zweikämpfen geprägten Partie. Sie profitierten allerdings auch von Freiräumen, die ihnen die Wildeshauser plötzlich ließen. Da zudem die Passgenauigkeit der Gastgeber immer schlechter wurde, kam die Germania-Abwehr nur noch selten in Schwierigkeiten. Die Wildeshauser gaben den Ball oft bereits kurz nach der Mittellinie ab. Das Blatt wendete sich. Die Angriffe der Leeraner wirkten erfolgversprechender als die des VfL, obwohl auch das Gästeteam wahrlich kein spielerisches Feuerwerk abbrannte. Zweimal rettete VfL-Torwart Sebastian Pundsack stark gegen Lukas-Eltjo Koets (52. und 72.), der nach Ballverlusten des VfL alleine auf ihn zulief. Mit seinem dritten Solo bereitete Koets dann das Tor des Abends vor. Nach einem VfL-Fehlpass lief er bis vor den Wildeshauser Strafraum und spielte dann quer auf Siemers, der Pundsack keine Chance ließ.

Zwei gute Chancen in der Nachspielzeit

Die Wildeshauser steckten nicht auf. Sie kämpften mächtig darum, ins Spiel zurückzukommen. Es fehlten allerdings gute Ideen, um die Gäste-Abwehr zu überraschen. Dennoch erarbeitete sich der VfL die eine oder andere Möglichkeit. Und in der Nachspielzeit hatten der nach der Pause eingewechselte Janek Jacobs und Lukas Schneider sogar noch klare Chancen. Sie verfehlten mit ihren Schüssen das Tor aber jeweils knapp. Was blieb, war die Enttäuschung darüber, dass es nicht gelungen war, einen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg abzuhängen. Im Gegenteil, die Leeraner, Tabellen-15., dürfen wieder leise hoffen, doch ein Landesligist zu bleiben. „Das hatten wir uns ganz, ganz anders vorgestellt“, sagte Elia.