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Fussball-Landespokal 2017/18 SV Atlas erhält nach bitterem Aus gegen Rehden viel Lob

Von Klaus Erdmann | 23.07.2017, 20:08 Uhr

Ein denkwürdiges Spiel: Der SV Atlas Delmenhorst erhält nach der bitteren 7:8-Niederlage nach Elfmeterschießen im Fußball-Landespokal gegen den BSV Rehden viel Lob. Die Mannschaft bereit sich inzwischen im Trainingslager in Westerstede auf den Start der Oberliga-Saison vor.

3:0 nach einer halben Stunde, 3:1 unmittelbar vor der Pause, 3:2, 3:3, Unentschieden ins Ziel gebracht, 4:5 im Entscheidungsschießen, Endstand 7:8 – die Pokalpartie der in die Oberliga aufgestiegenen Fußballer des SV Atlas gegen den Regionalligisten BSV Rehden besitzt das Zeug, in die Galerie der großen SVA-Spiele Einzug zu halten. Atlas inszenierte den Vergleich mit dem klassenhöheren Gegner als Begegnung auf Augenhöhe. Die Delmenhorster und deren Gäste schickten die rund 1800 Zuschauer am Freitagabend im Stadion durch ein Wechselbad der Gefühle. Großes Drama auf großer Bühne.

SV Atlas ist stolz auf seine Leistung

Wenn es in zehn oder 20 Jahren heißt „Weißt du noch, als Atlas damals...“, wird auch vom 21. Juli 2017 die Rede sein. Diese Pokalpartie, für die die unterlegene Mannschaft viel Lob erntete, gehört zweifelsohne in die Top Ten der herausragenden Atlas-Spiele.

Wer sich mit den Hauptdarstellern nach dem Schlusspfiff unterhielt, hörte immer wieder erstens Bedauern über das nur knapp verpasste Happyend und zweitens: „Wir können stolz auf unseren Auftritt sein.“

Spieler loben Kulisse

Atlas-Cheftrainer Jürgen Hahn freute sich darüber, dass die Elf die Chancen sehr konsequent genutzt habe und attestierte ihr eine „tolle Leistung“. Lars Scholz, der zu den Treffern Nummer zwei und drei die Vorarbeit geleistet hatte, meinte: „Vor dem, was wir gerade in der ersten Halbzeit geleistet haben, muss man Respekt haben“. Marco Prießner, der zum 3:0 traf, sagte: „Die Zuschauer haben was bekommen für ihr Geld. Die Kulisse war genial. Schade, dass es nicht gereicht hat.“

Abbauarbeiten dauern bis 1.30 Uhr

„Nach dem super Spiel gegen einen Regionalligisten herrschte eine super Stimmung“, betonte Teammanager Bastian Fuhrken am Sonntag. „Wir haben uns sehr gut als Mannschaft verkauft und 60, 65 Minuten gegen einen starken Gegner guten Fußball gezeigt. Rhedens Qualität hat man selbst beim Elfmeterschießen gesehen.“ Atlas habe tolle Moral gezeigt und sei nach dreiwöchiger Vorbereitung zufrieden. Mit einem dicken Lob bedachte er auch das „Team Heimspiel“, das im Stadion einmal mehr für einen großartigen Rahmen gesorgt hatte. „Die Abbauarbeiten dauerten in der Nacht zu Samstag bis 1.30 Uhr“, berichtete der Vorständler.

SVA-Mannschaft im Trainingslager

Fuhrken meldete sich am Sonntag aus Westerstede, wo das Trainingslager des Oberliga-Neulings auf dem Programm stand. Der Teamchef lobte es in den höchsten Tönen. „Es war ein super Wochenende“, schwärmte er. Es begann am Samstag um 7 Uhr mit einem Frühlauf. Um 10 Uhr folgte eine Trainingseinheit, an der sich jene Spieler beteiligten, die am Freitagabend nicht oder nur kurz zum Einsatz kamen. Für die übrigen Akteure hieß es „Regeneration“. Auch die verletzten Thore Siken und Sebastian Kmiec waren dabei.

Bim 8:0 (6:0) gegen den Bezirksligisten SpVg. Aurich habe die Mannschaft in der ersten Halbzeit gut und konsequent gespielt, berichtete Fuhrken. In der zweiten Hälfte hätten vier Spieler aus dem zweiten Team und zehn Minuten vor Schluss auch Betreuer Nico von Rönn mitgewirkt. Der junge Thade Hein erzielte seinen ersten Treffer für Atlas und Steven Müller-Rautenberg gelang per Fallrückzieher das „Tor des Tages“. Dominik Entelmann langte zweimal zu. Edgar Kary und Florian Urbainski hüteten jeweils eine Halbzeit lang das Tor.

Weiterer Aufenthalt in Westerstede geplant

Am Grillabend beteiligten sich auch weitere Funktionäre und Sponsoren. Die Neulinge mussten traditionsgemäß ihre Sangeskünste unter Beweis stellen. Zu später Stunde besuchten 25 Personen das große Sommerfest in Tange. „Um 8.30 Uhr, beim Frühstück, waren alle wieder anwesend“, sagte Fuhrken. Um 10 Uhr folgte eine weitere Trainingseinheit und nach dem Mittagessen trennten sich die Wege.

„Das Trainingslager wird auch während der nächsten beiden Jahre in Westerstede stattfinden“, verriet Fuhrken. Das nächste ist für Ende Januar vorgesehen. Der Teammanager: „Dann gibt es hier einen Kunstrasenplatz, der im August fertiggestellt wird.“