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Fußball-Oberliga Daniel von Seggern mit dem SV Atlas in heikler Phase

Von Daniel Niebuhr | 23.11.2018, 20:54 Uhr

Daniel von Seggern leitet als Interimscoach das Training des SV Atlas Delmenhorst – in einer heiklen Phase. Der Fußball-Oberligist will vor der Winterpause seine gute Ausgangslage nicht verlieren. Von Seggern schwärmt vom Tatendrang der Spieler.

Wie das Delmenhorster Stadion an der Düsternortstraße aussieht, muss man Daniel von Seggern nicht mehr erklären. Vier Jahre lang führte der beinharte Antreiber den SV Atlas als Kapitän in sein sportliches Wohnzimmer, inzwischen spielt die von ihm trainierte zweite Mannschaft auch ab und zu auf dem Hauptplatz. Und dennoch wird es sich am Samstagnachmittag besonders anfühlen: Einen pünktlichen Anpfiff im Oberligaspiel gegen den FC Hagen/Uthlede vorausgesetzt, wird er um 14 Uhr zum ersten Mal als hauptverantwortlicher Mann auf der Bank sitzen. Als Interimstrainer und flankiert von Leistungsfußball-Chef Bastian Fuhrken und Manager Benno Urbainski – aber immerhin.

Seit der plötzlichen Entlassung von Jürgen Hahn vor anderthalb Wochen leitet von Seggern das Training in einer für den Club heiklen Phase. Nach dem Debüt mit dem 1:1 beim Heeslinger SC stehen 2018 noch das Heimspiel gegen Hagen und das Auswärtsspiel beim VfV Hildesheim an – in der engen Tabelle kann Atlas viel von seiner soliden Ausgangslage einbüßen. „Es geht um eine gute Position für die Rückrunde“, sagt von Seggern, was aber keinen zusätzlichen Druck bedeute. Denn: „Wir haben ohnehin vor, zu gewinnen.“

Viertes Duell der beiden Clubs 2018

Gegen Hagen ist das beim 4:0 im Pokal-Viertelfinale schon einmal gelungen. Das Testspiel im Februar (das Hagen 4:0 gewann) mitgerechnet, treffen die beiden Clubs zum vierten Mal in diesem Jahr aufeinander – nachdem sie sich vorher nie begegnet waren. Auch wegen der zuletzt acht sieglosen Hagener Pflichtspiele auf fremdem Platz sagt von Seggern: „Das ist ein Heimspiel, wir wollen den Sieg.“

Seine Spieler haben die Botschaft ohnehin längst verstanden. Nachdem die Stimmung nach Hahns Entlassung zunächst „ziemlich angespannt“ gewesen war, ist der Kater nun dem Tatendrang gewichen: „Hut ab vor den Jungs. Sie nehmen die Situation professionell an. Jeder will vorweg gehen.“ Vorstand Fuhrken sorgte „in Einzelgesprächen für Klarheit“, wie von Seggern erklärt: „Wir nutzen die volle Manpower. Niemand soll sich in diesem Verein allein gelassen fühlen.“ Wie er das Team aufstellt – und ob Patrick Degen und/oder Oliver Rauh die gesperrten Angreifer Marvin Osei und Marco Prießner ersetzen –, verriet er nicht: „Wir werden zwei andere spielen lassen – dann kommen wir wieder auf elf.“