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Fußball-Oberliga SV Atlas flößt Eintracht Northeim Respekt ein

Von Klaus Erdmann | 22.09.2017, 22:21 Uhr

Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst reisen am Sonntag zu Spitzenteam Eintracht Northeim. Beide Teams strotzen vor Selbstbewusstsein.

Nach den Auftritten in Sulingen (2:3), Vorsfelde (1:1) und Heeslingen (2:0) steht den Fußballern des SV Atlas die bislang längste Fahrt zu einem Spiel der Oberliga bevor. Am Sonntag, 15 Uhr, stellt sich der Neuling beim FC Eintracht Northeim vor, dessen Gustav-Wegner-Stadion er nach 228 Kilometern erreicht. Natürlich möchte die selbstbewusste Reisegruppe die Rückfahrt nicht mit leeren Händen antreten. Doch das ist kein leichtes Unterfangen, denn die gastgebenden Südniedersachsen gehören dem Kreis der Titelanwärter an.

So sieht es auch Jürgen Hahn. „Es zeichnet sich ab, dass Northeim zu den Favoriten zählt“, sagt der Cheftrainer des SV Atlas.

Northeim schon wieder Zweiter

Die Hausherren sind hinter dem 1. FC Wunstorf auf Rang zwei zu finden und belegen damit ihren Lieblingsplatz. Während der Saison 2016/17 hatten sie diese Position an 14 von 30 Spieltagen inne – auch in der Abschlusstabelle, in der die Northeimer hinter Meister SSV Jeddeloh landeten. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga gab es für den FC Eintracht allerdings nichts zu holen.

Nach zwei Niederlagen und vier Siegen, von denen der Gastgeber drei vor eigenem Anhang erreichte, ist Northeim wieder Zweiter. Nach sechs Spielen befinden sich zwölf Punkte und 14:7 Tore auf dem Konto. „Die Northeimer sind spielerisch sehr stark“, betont Coach Hahn. „Sie können einen guten Fußball spielen – wenn man sie lässt.“ Der Gegner sei variabel, spiele mal mit Dreier-, mal mit Viererkette. Zudem verfüge er in der Offensive über eine gute individuelle Qualität.

Thorben Rudolph, Paul Mähner und Melvin Zimmermann seien gute Leute. Zimmermann hat es in der letzten Saison auf 13 Treffer gebracht. Rudolph führt die aktuelle Torschützenliste mit drei Erfolgen an.

Zweifelsohne gehört der nächste Atlas-Gegner der Kategorie „harte Nüsse“ an. Doch die Delmenhorster, Achter der fünfhöchsten deutschen Spielklasse, legen nicht 228 Kilometer zurück, um dem Gastgeber freundlich die Punkte zu überreichen. Hahn betont zurecht, dass sich seine Mannschaft auf einem guten Weg befinde. Der 2:3-Auftaktniederlage beim TuS Sulingen folgten zwei Siege und drei Unentschieden, zu denen auch ein 1:1 gegen Spitzenreiter 1. FC Wunstorf gehörte.

Co Büsing wieder da

Das eingangs erwähnte Selbstbewusstsein speist sich aus der Tatsache, dass der SVA seit fünf Spielen ungeschlagen ist. Hinzu kommt, dass Delmenhorst vor einer Woche mit dem 1:1 gegen TuS Bersenbrück einen „gefühlten Sieg“ erreichte, denn der Ausgleich durch Dominik Entelmann fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. „Das war ein positives Erlebnis“, bestätigt Hahn. Die Stimmung während der letzten Tage sei gut gewesen und die Spieler seien engagiert. In Northeim müsse man aber zulegen.

Northeim („Wir wollen zuhause ohne Punktverlust bleiben“) äußerst sich respektoll über Atlas, spricht von einem „Zuschauerkönig“. Interessant ist, wie viele SVA-Fans sich am Sonntag auf die lange Reise begeben. „Ich denke, dass wir wieder lautstark unterstützt werden“, sagt Hahn.

Der Übungsleiter muss im siebten Punktspiel auf den beruflich verhinderten Hanno Hartmann und Urlauber Mark Spohler („Er hat gegen Bersenbrück ein gutes Spiel gemacht“) verzichten. Mannschaftskapitän Stefan Bruns und Musa Karli gehören der Startelf an. Nach seiner Zerrung steigt Lars Scholz in der nächsten Woche wieder in das Training ein. Und noch einer kehrt zurück: Co-Trainer Marco Büsing, der am letzten Samstag seine Hochzeit gefeiert hat, nimmt wieder den Platz neben Jürgen Hahn ein.