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Fußball-Oberliga SV Atlas mit Respekt, aber ohne Angst gegen 1. FC Wunstorf

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 01.09.2017, 19:14 Uhr

Nach den drei Spielen gegen die drei Mitaufsteiger erwartet der SV Atlas Delmenhorst in der Fußball-Oberliga mit dem 1. FC Wunstorf nun ein „richtiges Brett“, wie Trainer Jürgen Hahn es formuliert. Er wird seine Startelf umbauen – auch, weil Mittelstürmer Marco Prießner verletzt ausfällt.

Eine Niederlage, ein Sieg, ein Unentschieden: Für die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst gab es in der Oberliga bislang alle drei Ergebnisse. Macht in der Summe: vier Punkte aus drei Spielen gegen die drei Mitaufsteiger TuS Sulingen, MTV Eintracht Celle und SSV Vorsfelde.

„Das ist schon eine Bilanz, mit der wir intern nicht ganz zufrieden sind“, räumt Atlas-Trainer Jürgen Hahn ein. Allerdings schiebt der Coach gleich hinterher: „Wir haben bislang gut gespielt.“ Es gebe keinen Grund, die bisherigen Leistungen schlechter zu reden, als sie waren, zumal auch zwei Auswärtsspiele dabei waren. Aber: In der Oberliga Niedersachsen werden kleinste Nachlässigkeiten und Fehler noch eher bestraft als in der Landesliga.

Hahn zollt Wunstorf großen Respekt ...

Ob eine gute Leistung am Samstag ab 16 Uhr im Heimspiel gegen den 1. FC Wunstorf reicht, ist fraglich. Die Gäste seien „ein richtiges Brett“, „eine Topmannschaft“, spricht Hahn in höchsten Tönen von dem Team aus dem Calenberger Land. Wunstorf landete in der Vorsaison auf Rang fünf, spielte lange Zeit um den Aufstieg mit, ehe in der Rückrunde (nur drei Siege aus 15 Spielen) ein heftiger Einbruch folgte.

In dieser Saison scheint der Kader des Fußballclubs noch stärker zu sein. Wunstorf verstärkte sich unter anderem mit vier Spielern vom Rivalen Arminia Hannover. Die bisherigen Ergebnisse des Ex-Klubs von Uli Stein beeindruckten auch Hahn: Wunstorf schlug Arminia Hannover (3:0) und SVG Göttingen 07 (1:0), dazu gab es ein Unentschieden gegen den SC Spelle-Venhaus (1:1).

... betont aber auch die eigenen Qualitäten

Eine wichtige Botschaft hat das Trainer-Team in den drei Trainingseinheiten in dieser Woche versucht, der Mannschaft einzuimpfen: „Ihr sollt Respekt, aber keine Angst vor Wunstorf haben.“ Hahn sagt: „Wir dürfen ruhig selbstbewusst sein. Wir trainieren nicht jede Woche und fahren nicht 500 Kilometer für ein Auswärtsspiel, damit wir uns verkriechen müssen. Wir haben auch Qualitäten.“

Apropos Qualität: Im Angriff spielten die Blau-Gelben ihre Stärken in den bisherigen drei Spielen noch nicht vollends aus. „Wir haben bislang zu vielen Chancen liegen gelassen“, räumt Hahn ein. Deshalb standen in der Trainingswoche auch verstärkt Torschüsse auf dem Programm, um die Automatismen wieder zu verfeinern. „Ob man Torchancen reinmacht, ist natürlich zuerst eine Frage der Qualität. Aber es geht auch um Technik und Konzentration“, erklärt Hahn. Ein Spieler, dessen Qualitäten im Abschuss unbestritten sind, ist Marco Prießner. Doch der Mittelstürmer fällt heute aus. Der Grund: eine Zerrung.

Defensivere oder offensivere Ausrichtung im zentralen Mittelfeld?

Deshalb gibt zwangsläufig mindestens eine Änderung in der Startelf. Weitere Wechsel sind dort denkbar. Eine Kernfrage lautet dabei, ob im zentralen Mittelfeld eher defensivere oder offensivere Spielertypen gefragt sind. In die Startelf gerückt wäre definitiv Sebastian Kmiec, der nach seiner Einwechselung in Vorsfelde ein gutes Spiel machte. Doch der Neuzugang fällt wegen einer Studien-Exkursion ebenfalls aus.

Keine Änderungen wird es dieses Mal in der Innenverteidigung geben, die erneut Marlo Siech und Kapitän Stefan Bruns bilden. „Sie haben gut gespielt und harmoniert“, sagt Hahn, der aber auch die Alternativen Hanno Hartmann und Mark Spohler für ihre Trainingsleistungen lobte.