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Fussball-Regionalliga 9:3 – Frauen des TV Jahn Delmenhorst toben sich aus

Von Klaus Erdmann | 10.10.2016, 08:19 Uhr

Nachdem die Fußballerinnen des TV Jahn in den Spielen zuvor einige gute Gelegenheiten nicht zu nutzen vermochten, hat es gestern auch mit der Chancenverwertung geklappt. „Wir haben sehr effektiv gespielt“, meinte Cheftrainer Claus-Dieter Meier nach dem 9:3 (5:1) des Spitzeneiters der Regionalliga beim VfL Jesteburg, der den vorletzten Platz einnimmt.

Neele Detken, die mit drei die meisten Treffer erzielte, und deren Mannschaftskolleginnen tobten sich nach Herzenslust aus. Die Gäste kamen immer wieder durch ihre schnellen Spielerinnen zum Erfolg. Erleichternd wirkte sich dabei aus, dass der Aufsteiger zuweilen in der Defensive zu naiv zu Werke ging. „Eine Dreierkette gegen vier Spitzen – das passte nicht“, merkte Meier an.

Julia Hechtenberg eröffnete nach sechs Minuten den Torreigen. Natalie Heeren und Nahrin Uyar sorgten in der 30. und 34. Minute für das 0:3. Nachdem Jesteburg durch Lea Schwarzenberger in der 40. Minute verkürzt hatte, schraubten Heeren (44.) und Uyar (45.) das Zwischenergebnis noch vor dem Wechsel auf 1:5.

Meier: „Zur Pause musste ich an Havelse denken.“ Der Coach bezog die Aussage auf die Tatsache, dass Jesteburg vor vier Wochen in Havelse nach 1:5-Pausenrückstand auf 4:5 herankam (und dann noch mit 5:6 verlor). Gestern blieb die Jesteburger Aufholjagd jedoch aus. Innerhalb von lediglich acht Minuten bescherten zwei Treffer von Detken (47. und 54.) und ein Erfolg von Uyar (49.) Jahn das 1:8. Nach Toren der VfL-Aktiven Nadine Papist (79.) und Anna-Lena Günthel (82.) setzte Michelle Lupprian in der 88. Minute den Schlusspunkt unter das 3:8.

Es kam wie erwartet: Jesteburg wusste in der Offensive zu gefallen, zeigte im Defensivbereich aber große Schwächen. „Der VfL hat sich nie hängen lassen. Er wird nicht absteigen“, sagt Meier. In seiner Elf steuerte Anna Mirbach kein Tor bei: „Anna hat viele Vorlagen gegeben und sehr mannschaftsdienlich gespielt“, lobte der Trainer.