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Fußball-Regionalliga Das Tor zur 2. Liga ist für den TV Jahn weit geöffnet

Von Klaus Erdmann | 08.04.2017, 10:35 Uhr

Fußball-Regionalligist TV Jahn Delmenhorst spielt am Sonntag ab 13 Uhr beim „unbequemen“ TSV Havelse. Jahns Nadine Poppen fällt mit einer Bänderdehnung länger aus.

Nein, versichert Claus-Dieter Meier, Cheftrainer der Fußballerinnen des TV Jahn, nein, eine besondere Feier sei am Sonntag nicht geplant. Hintergrund für die entsprechenden Frage ist, dass der Zweite der Regionalliga die Tür zur 2. Bundesliga weit geöffnet hat und mit einem Sieg beim TSV Havelse die sportliche Qualifikation unter Dach und Fach bringen würde. Das Spiel beim Siebten der Tabelle beginnt um 13 Uhr im Garbsener Wilhelm-Langrehr-Stadion.

Die sportliche Qualifikation für die Zweite Liga sei momentan innerhalb der Mannschaft kein Thema, betont der Coach. Die Spielerinnen können relativ gelassen zu Werke gehen, denn sie wissen, dass Holstein Kiel – neben Jahn einziger Bewerber für einen Platz in der zweithöchsten deutschen Klasse – weit abgeschlagen ist. Im Klartext: Vor den letzten fünf Spielen beträgt der Vorsprung des TVJ gegenüber dem Tabellenfünften Kiel 14 Punkte (und 33 Tore).

Die 2. Liga ist sicher? Noch ist Geduld gefragt

Sportlich kann also (eigentlich) nichts mehr schief gehen. Ansonsten ist Geduld gefragt, denn, so teilt die DFB-Pressestelle mit: „Erst nach Abschluss des Verfahrens sowie der sportlichen Qualifikation (Mitte Juni) werden die teilnehmenden Vereine an den Frauen-Bundesligen bekannt gegeben.“ (Weiterlesen: TV Jahn Delmenhorst verschickt Zulassungspapiere für die 2. Bundesliga)

Wenn Meier über Havelse spricht, verwendet er Adjektive wie „unbequem“ und „unberechenbar“. Der Gastgeber kam vor vier Wochen bei Spitzenreiter Werder Bremen II mit 1:8 unter die Räder. Der TSV, bei dem die erfahrenen Spielertrainerinnen Yvonne Tünnermann und Maike Stickel auf der Kommandobrücke stehen, erholte sich schnell, trennte sich vom ATS Buntentor mit 2:2 und siegte vor einer Woche bei Fortuna Celle mit 3:2. Das zwischenzeitliche 2:2 gelang der Havelserin Florence Augath, die die interne Liste der Torschützinnen mit sieben Treffern anführt. Havelse könne befreit aufspielen, so Meier. Und er bemüht die Historie: „Von den letzten 15 Spielen hat Havelse neun gewonnen – wir vier.“ Man habe also noch etwas aufzuholen.

Ersetzt Simone Wimberg in der Innenverteidigung Nadine Poppen?

Beim TV Jahn fällt Nadine Poppen mit einer Bänderdehnung länger aus. Das habe, betont Meier, für einen „kleinen Schock“ in der Mannschaft gesorgt. So dürfte neben Lynn Janning erneut – wie bereits beim 4:1 über Kiel – Simone Wimberg in der Innenverteidigung spielen. „Ansonsten sind alle Spielerinnen dabei“, sagt Meier.