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Fußball-Regionalliga Frauen des TV Jahn verlangen Werder alles ab

Von Daniel Niebuhr | 06.03.2016, 21:09 Uhr

Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst unterliegen bei Werder Bremens Reserve nach Führung und starker Leistung mit 2:3.

Die Erkenntnis des Sonntagnachmittags war nicht besonders geistreich, sie sagte aber doch vieles aus über die Regionalliga-Saison des TV Jahn. Die Fußballerinnen hatten beim Tabellenzweiten Werder Bremen II mit 2:3 (2:2) verloren, also keine weiteren Punkte für den Ligaverbleib gesammelt, und Trainer Claus-Dieter Meier fasste die Kräfteverhältnisse simpel zusammen: „Werder hat viele Punkte mehr als wir, das muss ja von irgendwoher kommen.“ Lange Zeit war man mit dem Favoriten aus Bremen zwar auf Augenhöhe gewesen – „aber eben nicht bis zum Ende“.

Wimberg glänzt mit Tor und Vorlage

Die Spielzeit der Delmenhorsterinnen ist natürlich nach wie vor aller Ehren wert. Mit 16 Punkten ist der Vorsprung auf die Abstiegszone – egal, ob es zwei oder drei Teams trifft – bei acht Zählern noch immer beträchtlich. Zu den Spitzenteams fehlt, wie von Meier erkannt, noch ein kleines Stück, was Werder am Sonntag demonstrierte. Wenn auch mit Mühe, denn Jahn brachte die beste Heimmannschaft der Liga geriet auf dem Kunstrasen am Osterdeich lange Zeit böse in Verlegenheit. Die Gäste traten offensiv auf und ließen sich auch vom Rückstand durch einen 25-Meter-Schuss von Verena Volkmer nach 20 Minuten nicht aus der Ruhe bringen. Gegen ebenfalls angriffslustige Gastgeber ergaben sich für Jahn Räume, die Meiers Spieler zu nutzen wussten. Innerhalb von vier Minuten drehten sie die Partie: In der 36. Minute glich Nathalie Heeren nach Pass von Simone Wimberg mit einem Heber aus, in der 39. Minute steckte Sandra Göbel den Ball zu Wimberg durch, die mit der Schuhspitze das 2:1 erzielte.

„Man hatte das Gefühl, Werder hatte genug gesehen“

Wie es schnörkellos geht, zeigte drei Minuten danach Werder. Ein Abschlag von Torhüterin Anna-Catherina Bockhorst aus dem Bremer Bundesliga-Kader wurde zur Vorlage für Julia Hechtenberg, die sich gegen Nadine Poppen durchsetzte und von der Strafraumgrenze ausglich. „Man hatte das Gefühl, Werder hatte irgendwann genug gesehen“, erzählte Meier.

Das Remis hielte Jahn nach dem Wechsel 13 Minuten, dann verwertete Reena Wichmann eine Flanke von Olivia Kulla zum 3:2 für die Bremerinnen. Werder verwaltete die Führung dann geschickt, ließ wenig zu und kam zu diversen Konterchancen. Magdalena Flug im Jahn-Tor zeigte starke Paraden und hielt ihr Team bis zum Schluss im Spiel. „Die Mädels haben das super gemacht. Aber am Ende gewinnst du halt nichts“, sagte Meier. Es sei ja allerdings auch die erste Saison seines Teams seit der Rückkehr in die Drittklassigkeit: „Wir sind schon relativ weit, aber nächstes Jahr werden wir noch weiter sein.“