Ein Angebot der NOZ

Fußball-Regionalliga Frauen TV Jahn Delmenhorst bekommt Komplimente, aber keine Punkte

Von Klaus Erdmann | 12.05.2019, 19:33 Uhr

Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben am Sonntag beim Walddörfer SV verloren. Für ihre Leistung wurden sie aber gelobt.

„Der gegnerische Trainer hat mir gesagt, dass sich seine Mannschaft über ein 3:3 nicht hätte beklagen können“, berichtete Claus-Dieter Meier, Cheftrainer der Fußballerinnen des TV Jahn nach dem 0:3 (0:2) beim Walddörfer SV. Die Delmenhorsterinnen nahmen Komplimente und die Gewissheit, dass sie sich beim Tabellendritten der Regionalliga ein deutliches Chancen-Plus erarbeitet hatten, mit nach Hause – etwas Zählbares sprang vor 60 Zuschauern jedoch nicht heraus.

Für die privat verhinderte Lynn Janning wechselte Sandra Göbel in die Innenverteidigung, wo sie mit Nadine Poppen ein Duo bildete. Julia Kastens übernahm Göbels Sechserposition.

Walddörfer SV legt starke Serie hin

Jahn ging auf dem Kunstrasen zunächst defensiv zu Werke und beherrschte die „starke Truppe“ (Meier) gut. Eine Bezeichnung, die nicht übertrieben ist: Der Walddörfer SV ist der momentan stärkste Regionalligist. In den letzten zwölf Spielen imponierte der Gastgeber mit neun Siegen und drei Unentschieden.

In der 32. Minute wehrte Jahn eine Ecke zunächst ab, ehe Dalina Saalmüller das Spielgerät zum 1:0 ins Netz köpfte. Kurz nach dem folgenden Anstoß verlor Delmenhorst den Ball und Dana Marquardt erhöhte auf 2:0 (33.). Stefanie Herzberg, die neben das WSV-Gehäuse schoss (40.), und Vivien Endemann, die Schlussfrau Antonia Posdziech ausspielte und anschließend das Tor verfehlte (45.), verpassten ein aus Jahn-Sicht freundlicheres Halbzeitergebnis.

TV Jahn Delmenhorst vergibt gute Chancen

„Nach dem Wechsel gab es 5:1-Chancen für uns“, berichtete Meier. So vergab Endemann 1:1-Situationen gegen Posdziech, die zur besten Hamburgerin avancierte. In der 68. Minute traf Neele Detken den Pfosten. In der 83. Minute wehrte Jahn einen Konter ab, ehe Marquardt mit einem Schuss aus 25 Metern das 3:0 gelang. „Das war ein Glückstor“, sagte Meier. Seine Elf, so der Trainer, habe sich einige Unkonzentriertheiten erlaubt und zu viele Gelegenheiten vergeben.