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Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff Harpstedter Fußballer benötigt Stammzellspende

29.07.2015, 18:16 Uhr

Morgendliche Laufeinheiten, ungewöhnliche Anstoßzeiten und ein Lob für Servet Zeyrek: In der lokalen Fußball-Szene ist in der vergangenen Woche mal wieder einiges passiert. Von Klaus Erdmann und Frederik Böckmann

 Benefizveranstaltung in Harpstedt. Die SG Dünsen/Harpstedt/Ippener kündigt für Sonntag, 9. August, eine Benefizveranstaltung für den 19-jährigen Spieler Marius Kossmann an (in Zusammenarbeit mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei). „Ein Spieler unserer Spielgemeinschaft ist an Blutkrebs erkrankt und benötigt dringend eine Stammzellspende“, heißt es in einer SG-Mitteilung. Die Registrierung findet am 9. August von 13 bis 18 Uhr in der Halle am Harpstedter Sportplatz statt. Die Schirmherrschaft übernimmt der Vorsitzende des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst Erich Meenken und ruft zur Registrierung auf. Mehr Infos: facebook.com/MariusWillLeben 

 Wangerooge laufend erkundet. „17 Spielerinnen waren dabei und wir konnten alle Trainingseinheiten wie geplant durchführen“, berichtete Claus-Dieter Meier, Chefcoach der Jahn-Frauen, nach dem dreitägigen Trainingslager auf Wangerooge. Mit Läufen habe man die Insel erkundet. Die erste Einheit habe um 6.45 Uhr begonnen und das letzte Training habe ab 19.30 Uhr auf dem Programm gestanden. „Es gab aber auch genügend Freizeit“, betonte Meier.

 „Ibo“ Temin schnuppert Regionalliga-Luft. Beim 2:1 gegen Eintracht Braunschweig II kam Ibrahim „Ibo“ Temin sechs Minuten lang für den Regionalligisten VfB Oldenburg zum Einsatz. „Das war geil“, freute sich der 22-jährige Mittelfeldspieler. Einige Tage zuvor gehörte er im Stadion als Spieler des Bezirksligisten VfB Oldenburg II zu den Hauptdarstellern des „Graftwerk-Cups“. Im Endspiel erzielte er gegen Gastgeber SV Tur Abdin den Treffer zum 2:0-Endstand. Über VfB-II-Trainer Servet Zeyrek äußert sich Temin lobend: „Er ist ein super Typ, immer positiv und er kann Spieler einfach puschen und mitreißen.“ Zeyrek stand einst in Diensten des VfL Wildeshausen und des SV Tur Abdin.

 Ungewöhnliche Atlas-Anstoßzeiten. Die beiden ersten Bezirksliga-Heimspiele des SV Atlas gehen mit ungewöhnlichen Anstoßzeiten einher. Am Samstag, 8. August erwartet SVA den Aufsteiger SG SW Oldenburg um 18.30 Uhr. Das Treffen mit dem Stadtrivalen SV Tur Abdin steht am Freitag, 21. August, auf dem Plan und wird um 19 Uhr angepfiffen. „Wir wollen sehen, welche die beste Anstoßzeit ist“, sagt Atlas-Manager Bastian Fuhrken.

 Testspiel abgesagt. Das für Mittwochabend geplante Testspiel zwischen Bezirksligist SV Tur Abdin und dem Kreisligisten TV Jahn wurde kurzfristig abgesagt. Die Aramäer planen nun ein Freundschaftsspiel am Freitag oder Sonntag gegen Hemelingen, teilte Obmann Edib Özcan mit.

 Sinan Öztürk siegt im Weserstadion. Bei der Tennisball-Challenge im Weserstadion hat Sinan Öztürk, Mitglied des Delmenhorster TB, den Sieg errungen und ein Freundschaftsspiel gegen Werders Bundesliga-Profis gewonnen. Das Spiel bestreiten jedoch nicht die Turnerbündler, sondern die Spieler des Regionalligisten VfB Lübeck.

 Vechta will nicht fusionen. Die Fusion mit anderen Fußball-Kreisen ist für den Fußball-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst aktuell kein Thema mehr. Mittel- oder langfristig dürfte sie dennoch wieder ins Gespräch kommen, weshalb vor allem der VfL Wildeshausen und der Ahlhorner SV den Blick gen Süden, sprich in das Oldenburger Münsterland mit Cloppenburg und Vechta, richten. Doch der Fußball-Kreis Vechta erteilte auf seinem jüngsten Kreistag möglichen Fusionsgedanken eine klare Absage: „Vechta ist stark genug. Wir bleiben eigenständig“, sagte der Vorsitzende Martin Fischer.

 Und zu guter Letzt. Die Dürener Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ bietet mit ihrer Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“ allen Amateurvereinen in Niedersachsen ein wetterbeständiges, 20 x 30 Zentimeter großes Schild mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“ an. Dieses Schild wird per E-Mail (rechts@arcor.de) vom Vorstand angefordert und dann kostenlos versendet. Einzige Bedingung ist ein „Beweis“-Foto von der Anbringung des Schildes oder des angebrachten Schildes mit Spielern oder Funktionären. Die Aktion wird mit dem Preisgeld des Julius-Hirsch-Preises des DFB finanziert, der 2008 an die Initiative verliehen wurde. 2014 wurde die Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“ beim Badischen Fußballverband durchgeführt. Über 110 Vereine orderten das Schild und brachten es an ihrem Sportgelände an.