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Fußball zwischen Abpfiff und Anpfiff Von Feierlichkeiten, Pokalspielen und Pommes

23.04.2015, 11:40 Uhr

Frust bei Kevin Schindler, ein prominenter Klassenkamerad bei Tolga Üzüm und eine große Feier beim TV Jahn Delmenhorst: Das waren einige der Nachrichten aus der Fußball-Region abseits des Spielfeldes.

Viertelfinalspiele der Juniorinnen. Die B-, C-, D- und E-Juniorinnen bestreiten am Dienstag im Rahmen des Pokalwettbewerbes des Kreises ihre Viertelfinalspiele. Es gibt zwei Ausnahmen: Die Partie der B-Jugendlichen des TSV Ganderkesee gegen den SVE Wiefelstede (9er) und das Treffen der C-Mädchen des FC Medya Oldenburg mit denen der TSG Hatten-Sandkrug stehen erst am Mittwoch, 29. April, auf dem Plan.

Schulteams spielen im Stadion. Der Kreisentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ findet während der nächsten Woche im Stadion statt. Am Mittwoch, 9 Uhr, ermitteln zehn Mädchen-Schulmannschaften ihre Besten. Am Donnerstag, 30. April, 8.45 Uhr, gehen 19 Jungenteams an den Start.

Auswärtssieg teuer erkauft. Die A-Junioren der Spielgemeinschaft JDH Delmenhorst haben sich den 3:1-Erfolg bei der JSG Obergrafschaft teuer erkauft: Lamin Sillah schied mit einer Bänderdehnung aus, Mannschaftsführer Sean Gradtke zog sich eine Schulterverletzung zu und Maximilian Knorr musste ausgewechselt werden, nachdem er umgeknickt war. Am Samstag, 14 Uhr, erwartet der abstiegsbedrohte Landesligist den verlustpunktfreien Spitzenreiter JFV Leer.

Spiel der Auswahl verlegt. Das Spiel der U14-Juniorinnen-Auswahl des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) gegen die U13-Mannschaft des SC Langenhagen wurde auf Samstag, 18 Uhr, vorverlegt. Die Auswahl, der auch die für den VfL Stenum spielende Ina Timmermann angehört, absolviert am Wochenende einen Lehrgang in der NFV-Sportschule Barsinghausen. Für Jahrgangstrainerin Meike Berger ist es die die letzte Gelegenheit, die Form ihrer Spielerinnen im Hinblick auf den Länder-Pokalwettbewerb des DFB (30. April bis 5. Mai in Duisburg-Wedau) zu überprüfen.

Endspiel beginnt bereits um 18.30 Uhr. Das Finale um den Krombacher-Niedersachsenpokal ist uhrzeitlich vorverlegt worden. Statt wie ursprünglich vorgesehen um 19 Uhr wird das Treffen des SV Meppen mit dem VfL Osnabrück am Mittwoch, 13. Mai, bereits um 18.30 Uhr angepfiffen. Schauplatz des Endspiels ist die Meppener Hänsch-Arena.

TV Jahn feiert Erhard Schulze. 80 - 50 - 30. Hierbei handelt es sich weder um merkwürdige Maße noch um eine Telefonnummer. Es sind vielmehr Zahlen, die Erhard Schulze dieser Tage einen dreifachen Grund zum Feiern lieferten. Er vollendete sein 80. Lebensjahr, ist seit 50 Jahren im Fußball als Betreuer tätig und kümmert sich seit 30 Jahren um die Spielerinnen des TV Jahn Delmenhorst. Neben Bekannten, Funktionären, ehemaligen und aktuellen Trainern gratulierten natürlich auch seine „Mädchen“. In den festlich geschmückten „Jahn-Stuben“ überraschten sie Schulze mit dem Song „Du bis Erhard“ – gesungen nach der Melodie des Wolfgang-Petry-Ohrwurms „Wahnsinn“.

Meisterschaft mit Falkenburg. Die 18. Krombacher Ü32-Meisterschaft des Niedersächsischen Fußballverbandes geht am Samstag, 2. Mai, 10 bis etwa 17 Uhr, im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion über die Bühne. 16 Mannschaften gehen an den Start. In der Gruppe A trifft der TV Falkenburg auf den TuS Güldenstern Stade, die SG Bornum-Ambergau und die SG Lengede-Woltwiesche. Titelverteidiger ist die Mannschaft des TSV Krähenwinkel-Kaltenweide.

Frust bei Kevin Schindler. Der Delmenhorster Fußball-Profi Kevin Schindler vom Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden ist sauer. „Wie mit mir im Verein umgegangen wird, das ist nicht schön. Sogar sehr fragwürdig und enttäuschend“, machte der 26-Jährige nach dem 1:1 beim FSV Mainz 05 II gegenüber dem Wiesbadener Kurier seinen Frust Luft. Dabei hatte Schindler, der das Fußballspielen beim Delmenhorster TB lernte, per Ausgleich noch den Punkt gegen die Bundesliga-Reserve gerettet. Doch Schindler ist unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten beim SVWW. „Natürlich war das ein wichtiger Treffer, aber meine Situation ist weiterhin schwierig. Ich bin nicht in die Dritte Liga gekommen, um teilweise noch nicht mal im Kader zu stehen. Ohne, dass mir jemand den Grund dafür erläutert“, schimpfte Schindler. Zwar ist Interimstrainer Christian Hock von Schindlers Qualitäten überzeugt, doch ob der erst im Spätsommer verpflichtete Allrounder noch eine Zukunft in Hessen hat, ist mehr als fraglich.

Prominenter Klassenkollege. Tolga Üzüm vom Kreisligisten RW Hürriyet spielt eine starke Saison. So stark, dass der torgefährliche Abwehrspieler in der Winterpause bereits beim Regionalligisten BSV Rehden mittrainiert hat. Den Kontakt stellte übrigens sein promimenter Klassenkamerad in der Berufsschule her: Daniel Gunkel. Der Ex-Profi (Mainz, Cottbus, Koblenz) ist Trainer bei der Rehdener U23 und macht zusammen mit Üzüm eine Umschulung zum Sport- und Fitnesskaufmann.

Hürriyet bastelt am Kader: Hürriyets Trainer Chawkat El-Hourani ist mal wieder eifrig dabei, seinen Kader für die neue Saison zusammenzustellen. Dabei will sich El-Hourani nicht mehr nur auf mündliche Vereinbarungen zwischen den Spielern und ihm verlassen, sondern schriftliche Verträge aufsetzen. „Das passiert mir nicht noch einmal, dass uns in der Winterpause einfach die besten Leute abhauen“, spielt El-Hourani unter anderem auf die Abgänge seiner drei Stürmer Zinar Sevimli (VfB Oldenburg II), Mohamed Alawie (Kickers Wahnbek) und Mariusz Miklasz (Jahn Delmenhorst) an.

Fußball-Magazin beim SVA: Das Delmenhorster Stadtderby zwischen dem SV Atlas und SV Tur Abdin lockte auch die Kollegen von „11 Freunde“ an, dem Magazin für Fußball-Kultur. Ein Reporter lauschte vor dem Spiel in der Kabine den Anweisungen von Trainer Jürgen Hahn. Bereits 2013 hatte „11 Freunde“ über das Comeback des SVA berichtet.

Und zu guter Letzt. Philip Stephan, Spieler des Bezirksliga-Zweiten SV Atlas, tat am Samstag etwas, das er ansonsten nicht machen kann. Während des Derbys gegen den SV Tur Abdin, das sein SVA bekanntlich mit 2:0 gewann, ließ er sich Pommes und Mayo unübersehbar schmecken. „In den Genuss kommt man ja nicht oft“, sagte er. Ein Genuss, auf den der gesperrte Spieler (fünfte Gelbe Karte) gerne verzichtet hätte.