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Fußballer der Lebenshilfe Delmenhorst Rote Teufel fahren zur Deutschen Meisterschaft

Von Vera Benner, Vera Benner | 30.05.2017, 08:02 Uhr

Die Roten Teufel, Fußballer der Lebenshilfe Delmenhorst, haben in Barsinghausen den Landesmeistertitel für Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung gewonnen. Somit reisen sie im September zur Deutsche Meisterschaft nach Duisburg.

Am Ende der Meisterschaftsrunde war die Freude der Roten Teufel riesig: Nach zehn Siegen aus zehn Spielen feierte das Team der Lebenshilfe Delmenhorst nach dem letzten Spieltag der BFLN in Barsinghausen mit einer optimalen Ausbeute von 30 Punkten den Landesmeistertitel der Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung. Sie ließen den Abonnement-Sieger Hannoversche Werkstätten (18 Punkte) in der vom Behinderten-Sportverband Niedersachsen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Fußballverband ausgerichteten Veranstaltung keine Chance. „In dieser Saison war gegen meine Mannschaft für niemanden etwas zu holen, die Meisterschaft war einfach fällig“, stellte Trainerin Jutta Lobenstein zufrieden fest. Ihr Team ist damit für die deutsche Meisterschaft qualifiziert, die im September in Duisburg ausgetragen wird.

Mit weißer Weste zum Titel

„Trotz eines Zwölf-Punkte-Vorsprungs vor dem Verfolger habe ich um diesen einen noch erforderlichen Punkt, der alles sicher machen würde, gezittert“, beschrieb Lobenstein ihr Gefühl vor der Abfahrt nach Barsinghausen, wo der Abschlussspieltag im August-Wenzel-Stadion ausgetragen wurde. Lobensteins Sorge war unbegründet. Bereits nach dem ersten Spiel war den Roten Teufeln der Titel nicht mehr zu nehmen: Mit einem 4:1 über die Lebenshilfe Wolfsburg hatten sie alle Zweifel beseitigt.

„Den Rest des Tages konnten wir dann locker angehen“, sagte Lobenstein. Die Siege gegen die Hannoverschen Werkstätten (3:2) und gegen die Lebenshilfe Walsrode (3:0) hatten zur Folge, dass die Roten Teufel die Saison mit weißer Weste beendeten. Auch auf dem Heimweg war die Mannschaft mit Florian Hinrichs, Bastian Fabianowicz, Maurice Meyer, Norman Mischke, Stephan Vagt, Marcel Kühne, Roy, Clasen, Dennis Ermez, Dominik Brohmann, Hansi Hausmann, Christian Wrede und Norman von Aschwege kaum zu bremsen. „Der Bus wackelte wegen überschäumender Freude“, erzählte Lobenstein.