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Futsal-Kreismeisterschaft 2019 TSG Hatten-Sandkrug glänzt, VfL Wildeshausen sahnt ab

Von Andreas Bahlmann, Lars Pingel und Daniel Niebuhr | 21.01.2019, 12:47 Uhr

Bei der Futsal-Kreismeisterschaft Oldenburg-Land/Delmenhorst in Sandkrug ging es bunt zu. Hier sind einige Splitter vom Turnier.

 Masse und Klasse. Neun Ehrenamtler von der TSG Hatten-Sandkrug bildeten das Kernteam der Organisatoren. Stephan Klockgether führte das Team mit Alexandra Netthelroth, Joachim Krieger, Rainer Zühlke, Manfred Burzynska, Wiebke Vörding, Jens Büsselmann, Uwe Lange und Piet Seyen an. Ihnen standen 30 weitere Helfer zur Seite, die bei der Ausrichtung exzellente Arbeit leisteten. „Wir sind dankbar dafür“, sagt Klockgether. „Noch ein paar helfende Hände mehr würden alles leichter machen.“

 Eine Minute macht den Unterschied. Das Turnier lief deutlich flüssiger als die Premiere im Vorjahr. Das Organisationsteam hatte die richtigen Schlüsse gezogen. Bei einer Spielzeit von wieder zwölf Minuten wurden dieses Mal 15 statt 14 Minuten im Spielplan einkalkuliert. Die Folge: Der erste Spieltag endete mit nur acht Minuten Verspätung, der zweite pünktlich. Am Sonntag gab es allenfalls leichte Verzögerungen, die zu verschmerzen waren. „Wir haben unsere Lektion gelernt“, sagte Klockgether.

 Enge Halle, enge Spiele. Die große Halle war mit der Tribüne der „Center Court“, die kleine hatte aber auch ihren Charme. Die Spiele dort waren gefühlt hitziger, auch durch die Nähe zu den Spielerbänken. Am Sonntag stand sie zum Warmmachen zur Verfügung.

 Vierstellige Schirikosten. Futsal ist teurer als der traditionelle Hallenfußball, das gilt defintiv für die Schiedsrichter. Pro Gruppe waren vier Unparteiische im Einsatz, für das gesamte Turnier lagen die Schiedsrichterkosten deshalb bei rund 2000 Euro. Das Geld übernahm der Fußball-Kreis, wie Spielausschussvorsitzender Thomas Luthardt erklärte: „Das können wir nicht den Vereinen aufdrücken.“ Auch auf Startgebühren wurde verzichtet – nachdem sich die Vereine bei der Qualifikation darüber echauffiert hatten. „Wir können keine Pflichtveranstaltung ausrufen und die Vereine dafür schröpfen“, sagte Luthardt.

 Die Helden vom Grill. Ausrichter Hatten-Sandkrug bekam vom NFV keine finanzielle Unterstützung, generiert aber Umsätze durch das Catering. Unter anderem standen Zozo Lazar, Fuad Kasem und Sascha Niehl bei Minusgraden am Grill. „Im letzten Jahr sind 3500 Euro in unsere Kasse geflossen. Dieses Mal wird es noch mehr sein“, sagte Klockgether.

 Meisterliche Integration. Die TSG Hatten-Sandkrug hat sich bei der Integration schon öfter hervorgetan. Auch bei der Kreismeisterschaft waren Flüchtlinge unter den Helfern. „Eine bessere Integration als den Sport kann es nicht geben“, sagte Klockgether.

 „Nicht unser Sport“. Der VfR Wardenburg hatte sich nichts weniger als den Titel zum Ziel gesetzt. „Sonst brauchen wir doch gar nicht anzutreten“, meinte Trainer Sören Heeren. Nach dem Zwischenrunden-Aus stellte er fest: „Futsal ist nicht unser Sport. Das ist eher was für Schiedsrichter.“

 Wie Hude den Bann brach. Jahrelang richtete der FC Hude die Hallenkreismeisterschaft aus, nie schaffte der Club es ins Halbfinale. Am Sonntag gelang dann der lang ersehnte Sprung unter die besten Vier. Trainer Lars Möhlenbrock hatte auch eine Theorie, warum es dieses Mal klappte: „Das liegt daran, dass mein Co-Trainer Sascha Stolze nicht mehr mitspielt.“

 DTB backt kleine Brötchen. Ganz bescheiden war Kreisliga-Schlusslicht Delmenhorster TB angereist. „Mal im Ernst, wer glaubt denn, dass wir hier weiterkommen?“, fragte Trainer Andre Tiedemann. Sein Team scheiterte in der Vorrunde.

 Trostpflaster für Wildeshausen. Neben dem Kreismeistertitel und den Siegprämien wurden in Sandkrug auch individuelle Auszeichnungen vergeben – und zwar ausschließlich in die Kreisstadt. Felix Dittrich (VfL Wildeshausen) wurde von den Trainern und Kapitänen zum besten Torhüter des Turniers gewählt, sein Teamkollege Robin Ramke zum besten Spieler. bahl/pin/dn