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Gelöste Stimmung nach 5:0-Sieg Wildeshausen fährt mit gutem Gefühl nach Bersenbrück

Von Frederik Böckmann | 14.11.2015, 10:50 Uhr

Als der VfL Wittekind Wildeshausen am Donnerstagabend um 22.07 Uhr endlich einen Haken hinter das Ende der leidigen Negativserie setzen konnte, gab Marcel Bragula die Parole für die Aufarbeitung der Landesliga-Partie gegen den SV Brake aus. „Ihr habt euch heute Abend gerne ein, zwei Bier verdient“, sagte der Fußball-Trainer zu seinen Spielern. „Aber wir brauchen jetzt nicht die große Welcome-back-Party feiern.“

Nach dem am Ende klaren und überzeugenden 5:0 (1:0)-Erfolg gegen den schwachen Tabellenletzten war die Stimmung in Wildeshausen nach zuvor vier Niederlagen locker und gelöst. Den Blick richteten die Krandel-Kicker aber auch gleich auf die schwere Aufgabe am Sonntag (14 Uhr) beim Spitzenreiter TuS Bersenbrück. „Dort haben wir die große Chance, weiteren Boden auf die Nichtabstiegsplätze wettzumachen“, meinte Bragula.

Mit der Leistung aus der zweiten Halbzeit scheint ein Punktgewinn beim prominent verstärkten Mit-Aufsteiger, der im Sommer unter anderem die Ex-Profis Emil Jula (früher MSV Duisburg) und Henning Grieneisen (u.a. VfL Osnabrück/derzeit verletzt) zum TuS loste, zumindest nicht unrealistisch. Denn die Wittekind-Crew überzeugte fußballerisch in fast allen Belangen: taktisch perfekt eingestellt, mit einer guten Aufteilung in den Räumen, zweikampfstark und spielfreudig. „In der zweiten Halbzeit haben die Spieler unsere Vorgaben hervorragend umgesetzt“, freute sich Coach Marco Elia. Sein Trainer-Pendant Bragula sah „schön heraus gespielte Tore“ beim 2:0 und 3:0 durch den im zweiten Durchgang emsigen Maximilian Seidel und eine „klare Lufthoheit bei den Standardsituationen“, die mit Kopfball-Toren von Lukas Schneider und Lennart Feldhus belohnt wurden.

Taktische Umstellung beim VfL Wildeshausen fruchtet

Eine wichtige Komponenten für den vierten Saisonsieg des VfL war auch eine personelle Umstellung in der Anfangsformation: Der überragende Kapitän Storven Bockhorn kehrte auf seine angestammte Position ins zentrale, defensive Mittelfeld zurück, während Alexander Kupka dessen Posten in der Innenverteidigung übernahm.

„Wir mussten nach den vier Niederlagen zuvor etwas ändern“, sagte Bragula und berichtete von langen Telefonaten des Trainer-Duos in den vergangenen Tagen. „Es gab überhaupt keinen Druck vom Vorstand. Aber wir haben uns schon kritisch hinterfragt, was wir die vergangenen Spiele falsch gemacht haben.“ Elia schränkte gleichzeitig jedoch auch ein, dass das Trainer-Duo „von der Qualität der Mannschaft felsenfest überzeugt“ ist. (Weiterlesen: VfL Wildeshausen verliert 3:4 gegen Kickers Emden) 

Janek Jacobs fällt aus, Jan Lehmkuhl kehrt zurück

Den Sieg trübte eigentlich nur die Nachricht des früh ausgewechselten Flügelflitzers Janek Jacobs wegen einer Oberschenkelverletzung, der damit mindestens gegen Bersenbrück fehlen wird. „Das tut uns richtig weh“, sagte Bragula. „Janek ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann.“ Dafür kehrt Jan Lehmkuhl nach seiner Gelb-Sperre wieder in den Wittekind-Kader zurück.