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Gerätturngruppe nimmt an Aktion teil TuS Heidkrug braucht einen neuen Schwebebalken

Von Vera Benner, Vera Benner | 19.07.2017, 12:32 Uhr

Die Gerätturngruppe des TuS Heidkrug benötigt dringend einen neuen Schwebebalken. Der Alte wurde aufgrund seitlich herausstehender Metallbeine ausgemustert. Um den Kauf eines neuen Balkens zu finanzieren, nimmt der Verein an der Aktion „Cash für den Club“ teil.

Er gilt unter den Turnern auch als „Zitterbalken“ oder „Zittergerät“, dennoch ist er für Übungsstunden und Wettkämpfe unabdingbar: der Schwebebalken. Auch bei der Gerätturngruppe des TuS Heidkrug setzt man normalerweise auf den fünf Meter langen und zehn Zentimeter breiten Balken, auf den momentan aber verzichtet werden muss. „Aufgrund seiner seitlich herausstehenden Metallbeine wurde unser Schwebebalken leider ausgemustert“, erzählt Trainerin Daniela Behrens. Die Aktion „Cash für den Club“, an welcher der Verein teilnimmt, soll nun den Kauf eines neuen Balkens realisieren.

Auf den Schwebebalken kann nicht verzichtet werden

Mit Detlef Zeidler-Bretschneider trainiert die 29-Jährige beim TuS Heidkrug die Gerätturngruppe für sieben- bis 24-jährige, die auf den Schwebebalken nur ungern verzichten. „Auch wenn es vielleicht nicht das Lieblingsgerät der Turner ist, brauchen wir den Balken um für die anstehenden Wettkämpfe zu trainieren“, betont Behrens.

„Einen Plan B haben wir momentan nicht“

Bei der Aktion „Cash für den Club“ können sich Sportvereine aus ganz Deutschland bewerben. Der Gewinner erhält 5000 Euro, Platz zwei bis sechs erhalten jeweils 1000 Euro, um ihre Wünsche zu erfüllen. Eine Jury bewertet die Kreativität und Sympathie sowie die Eigenwerbung des Projekts. Wer in die Jury-Auswahl will, muss mindestens 1000 Likes sammeln. Der TuS lag am Dienstagnachmittag mit mehr als 2100 Likes unter den besten 40 Vereinen. Noch kann bis zum 31. Juli abgestimmt werden. „Es haben bisher rund 800 Vereine teilgenommen. Wir hoffen wirklich auf einen guten Ausgang der Aktion“, sagt Behrens. „Einen Plan B haben wir momentan nicht. Sponsoren im Gerätturnen zu finden ist immer eine sehr schwere Aufgabe“, gibt Zeidler-Bretschneider zu.

Wettkämpfe auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene

Die Turnerinnen nehmen sowohl an Turnieren auf Kreis-, Bezirks-, und auf Landesebene teil. „Im August steht für unsere Kürturner ein Mannschaftswettbewerb, für die Kleineren im Herbst ein Einzelwettkampf auf Bezirksebene an“, erzählt Zeidler-Bretschneider. „Um ordentlich trainieren zu können ist der Schwebebalken einfach notwendig“, fügt Behrens hinzu. Mit rund 1800 bis 3000 Euro müsse man beim Kauf eines neuen Sportgeräts rechnen. Behrens, die bereits mit sechs Jahren ihre ersten Wettkämpfe turnte, stellte mit rund 13 Jahren erstmals ihre Dienste als Helferin im Verein zur Verfügung. Mit 18 Jahren übernahm die Bremerin, die über einen Trainerschein im Gerätturnen verfügt, dann die Rolle der Trainerin.

Trainingsbedingungen nicht optimal

Im Gegensatz zu anderen Vereinen sei die Geräteausstattung so oder so eher spärlich. Die Trainingsbedingungen seien somit nicht optimal. Der Wegfall des Schwebebalkens trifft den Verein umso schmerzlicher. „Wir verfügen in unserer Gruppe über neun ausgebildete Übungsleiter, die ermöglichen, dass im Training alle Geräte beaufsichtigt und somit auch geturnt werden können“, sagt Zeidler-Bretschneider. Um die Trainingsbedingungen ein wenig zu optimieren, führe somit kein Weg an einem neuen Schwebebalken vorbei.