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Gespräch vor dem Derby Kapitäne von Atlas und TSV sehen Teams auf Kurs

Von Klaus Erdmann | 06.03.2015, 22:05 Uhr

Die Leistungsträger der Fußball-Bezirksligisten TSV Ganderksee und SV Atlas äußern sich vor dem Nachbarschaftstreffen über die Entwicklung der Mannschaften und blicken auf das erste Treffen zurück.

Patrick Meyer (TSV Ganderkesee) und Daniel von Seggern (SV Atlas) begrüßen einander freundlich. Dann nehmen die Mannschaftskapitäne gemeinsam mit Ganderkesees Geschäftsführer Raphael Riekers den Hauptplatz des TSV unter die Lupe. „Kann das Derby am Sonntag stattfinden?“ lautet die zentrale Frage. Es herrscht Skepsis. Man könne vielleicht spielen, aber dadurch würde der Platz arg in Mitleidenschaft gezogen, lautet der Tenor. Es ist immer noch keine Entscheidung gefallen: Das Spiel TSV Ganderkesee gegen SV Atlas Delmenhorst, ein herausragendes Nachbarschaftsduell der Fußball-Bezirksliga, muss noch nicht ad acta gelegt werden. Die Partie der beiden Bezirksliga-Aufsteiger soll um 14 Uhr beginnen.

Das letzte Treffen der Mannschaftsführer der beiden Aufsteiger mit dem Delmenhorster Kreisblatt fand vor über einem halben Jahr statt. Wie beurteilen die Kapitäne die Entwicklung ihrer Teams? Sie sehen ihre Mannschaften auf Kurs. „Es läuft wie geplant“, sagt Meyer, dessen Truppe sieben Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen meldet. „Wir hätten natürlich gerne ein paar Punkte mehr, aber wir haben viele junge Spieler, die Erfahrungen sammeln müssen; vier von ihnen sind unter 20. Wir wollen schnell die Klasse sichern und sind auf einem guten Weg.“ Bisher habe Ganderkesee die Vorgaben erfüllt.

„Alles ist gut“, antwortet von Seggern. Seine Mannschaft stehe an der Spitze, sei ungeschlagen und habe in den 19 Spielen erst sieben Gegentore kassiert. „Was will man mehr?“ fragt der 29-Jährige in die kleine Runde.

Ein Blick zurück. Am 30. August des vergangenen Jahres gewann Atlas das Hinspiel im Delmenhorster Stadion vor 500 Zuschauern durch zwei Tore von Dominik Entelmann mit 2:0. „Wir haben die Unterschiede gesehen. Atlas ist cleverer und reifer und hat andere Ziele als wir. Es sind unterschiedliche Philosophien. Wir waren aber nicht schlecht“, sagt Meyer. Alleine im Mittelfeld, wo der SV Atlas mit von Seggern und Musa Karli über erfahrene Spieler verfüge, sei der Unterschied deutlich sichtbar gewesen, fügt der 25-Jährige hinzu. Sein Gegenüber entgegnet lächelnd, dass Karli für dieses Spiel noch nicht zur Verfügung gestanden und bei den Ganderkeseern ein erfahrener Spieler auf der Bank gesessen habe.

Thema Vorbereitung im Winter. „Vor dem 2:0 gegen den VfL Oldenburg II haben wir einmal auf Schlacke trainiert“, berichtet von Seggern. Man habe nichts einstudieren können. Auch während der vergangenen Tage habe man improvisieren müssen. Meyer erklärt, dass der TSV „relativ oft“ auf dem Heiligenroder Kunstrasen trainiert habe. „Die Vorbereitung war nicht besser oder schlechter als sonst“, resümiert er, dessen Elf mit einem unglücklichen 2:3 beim TSV Abbehausen in das Restprogramm der Saison 2014/15 gestartet ist.

Haben die Mannschaftsführer nach dem Hinspiel den TSV bzw. SVA nochmals unter die Lupe genommen? Kopfschütteln. „Wir beschäftigen uns nicht so sehr mit dem SV Atlas – er spielt nicht in unserer Tabellenregion“, sagt Meyer.

Die Absage des stets reizvollen Nachbarschaftsderbys würden die Mannschaftsführer bedauern. Das Problem, dass die Spieler bei einem Ausfall aus dem Rhythmus kommen, sieht Patrick Meyer nicht: „Es ist noch zu früh, um in einem Rhythmus zu sein.“