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Glänzende Optionen für Trainer Einwechselspieler sorgen beim SV Atlas für frischen Wind

Von Klaus Erdmann | 22.08.2016, 09:21 Uhr

Der SV Atlas hat am Samstag den SV Bevern in der Fußball-Landesliga mit 3:1 (0:1) bezwungen. Musa Karli, Lars Scholz und Simon-Josef Matta besitzen an der Wende großen Anteil. Den Delmenhorster Trainern Jürgen Hahn und Marco Büsing bieten sich viele personelle Möglichkeiten.

Es hätte des Beweises nicht unbedingt bedurft, aber das 3:1 (0:1) der Fußballer des SV Atlas über den SV Bevern lieferte ihn: Die Delmenhorster besitzen, wenn (fast) alle Spieler zur Verfügung stehen, glänzende Optionen. Die Trainer Jürgen Hahn und Marco Büsing verfügen über personelle Möglichkeiten, um die sie viele Mitglieder der Fußball-Landesliga Weser-Ems beneiden.

Beispiel Nr. 1: Für den erkrankten Florian Knipping spielte nach seiner Genesung Stefan Bruns in der Innenverteidigung und gehörte zu den besten Delmenhorstern. Neuzugang Daniel Karli, ein weiterer Innenverteidiger, blieb hingegen auf der Bank.

SV Atlas tut sich gegen SV Bevern zunächst schwer

In der Offensive tat sich die Elf von Hahn („Wir hatten keinen guten Tag“) am Samstag gegen den unbequemen Mit-Aufsteiger schwer. Die Verantwortlichen reagierten. Sie wechselten nach der Pause Musa Karli für Hanno Hartmann, Lars Scholz für Steven Müller Rautenberg und Simon-Josef Matta für Dominik Entelmann ein, der gegen Bevern glücklos wirkte. Das Trio besaß maßgeblichen Anteil an der Wende.

Matta glänzte mit der ersten Aktion, als er präzise Iman Bi-Ria bediente, der da noch vergab. Scholz sorgte ebenfalls über die Flügel für Gefahr. Es ist nicht (mehr) auszuschließen, sollte verstärktes Flügelspiel erforderlich sein, dass einer der Torjäger Bi-Ria und Dominik Entelmann nicht in der Startformation stehen. Musa Karli trat zunächst von der linken und dann von der rechten Seite Eckbälle, die zu den ersten beiden Toren durch Bi-Ria und Dennis Janssen führten.

Delmenhorster Standards sorgen für Gefahr

Apropos Standardsituationen: „Bei Standards geriet Beverns Ordnung durcheinander“, so Hahn. Zudem habe man gewusst, dass Ersatztortwart David Diers klein ist. In der Tat verriet der Keeper bei hohen Bällen Unsicherheiten. Die Umstellungen, so Hahn, hätten gefruchtet. In der Kabine sei es lauter geworden: „Wir mussten wieder Spannung aufbauen.“

Bi-Ria meinte: „Bevern stand kompakt. Wir wollten früh das 1:0 erzielen. Das ist uns nicht gelungen.“ Er lobte die Teamleistung und ergänzte, dass man „tolle Fans im Rücken gehabt“ habe. Nach seinem 1:1 lief Bi-Ria in der 71. Minute zu dem fünf Minuten zuvor ausgewechselten Entelmann und umarmte den Mit-Torjäger. „Das war eine Insider-Geste“, verriet der zweifache Torschütte. „Es wurde ja schon gesagt, dass die Stürmer nicht mehr treffen würden.“