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Gold und Bronze für Ganderkeseer Ulrich Garde verteidigt den DM-Titel souverän

Von Klaus Erdmann | 02.03.2015, 22:00 Uhr

Bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren in Erfurt verteidigt Ulrich Garde den Titel im Kugelstoßen. Beim Diskuswurf landet er auf dem dritten Platz.

„Ja, ich habe total abgebaut“, sagte Ulrich Garde lachend. Der Aktive der LGG Ganderkesee bezog diese Aussage auf die Feststellung, dass er im vergangenen Jahr, als er ebenfalls Deutscher Meister wurde, die Kugel zwei Zentimeter weiter gestoßen hatte. Jetzt erreichte er in Erfurt 14,72 Meter (wir berichteten). Eine Weite, mit der Garde, der in der Altersklasse 50 startet, seinen Titel bei den Deutschen Meisterschaften der Leichtathletik-Senioren souverän verteidigte. Bei den Diskuswerfern belegte Garde zudem die dritte Position.

Garde mit den beiden besten Weiten

„Die Weite von 14,72 Metern liegt in meinem Bestleistungsbereich. Ich bin damit sehr zufrieden“, kommentierte er seine Leistung im Kugelstoßen. Garde siegte mit deutlichem Vorsprung. Zweiter wurde Uwe Krah (MTV Melsungen), der 14,04 Meter meldete. 13,82 Meter bescherten Thomas Riebel, der die Farben des LSV Schmölln vertritt, den dritten Platz.

Garde startete mit 12,48 Metern und steigerte sich anschließend zweimal (13,24 und 14,36), ehe der Routinier – nach 14,09 Metern – die Siegesweite erreichte. Zum Abschluss stieß Garde die Kugel nochmals 14,36 Meter weit. Damit verbuchte er in Erfurt auch die zweitbestes Weite.

Bronze mit acht Zentimetern Vorsprung

Mit 39,71 Metern nahm Garde bei den Diskuswerfern den dritten Platz ein. Es siegte Christian Welke (Sportfreunde Forchheim, 45,94 Meter) vor Heino Knaup (TSV Bayer 04 Leverkusen, 43,33 Meter). „39,71 Meter sind für mich persönliche Bestleistung. Das ist mehr, als ich erwartet hatte“, erklärte Garde, der sich zuvor als „Außenseiter“ bezeichnet hatte. Der DM-Dritte sprach von einer „Wimpernschlag-Entscheidung“. Der Grund: Wolfgang Baum (LG Bernkastel/Wittlich) warf den Diskus 39,63 Meter weit. Garde nahm Rang drei somit mit einem Vorsprung von acht Zentimetern ein. Er erzielte seine beste Weite im dritten Versuch.

Nächster Ziel: die EM in Polen

Während das Aushängeschild der LGG die Reise nach Erfurt mit dem Zug absolvierte („Man kommt entspannt an“), nimmt er sein nächstes Ziel mit dem Auto in Angriff. Vom 23. bis 28. März stehen im polnischen Torun die Europameisterschaften der Leichtathletik-Senioren auf dem Terminkalender. 800 Kilometer liegen vor ihm. Der Ganderkeseer fährt am 27. März nach Polen, bestreitet einen Tag später seinen Wettkampf und tritt am 29. März die Rückreise an.

Getreu dem Motto „Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf“ bereitet er sich dieser Tage auf das Event in Torun vor. „Ich freue mich auf die EM“, sagt Ulrich Garde.