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Hallenkreismeisterschaft 2016 Urbainski macht Atlas zum Hallenmeister

10.01.2016, 16:50 Uhr

Bezirksliga-Spitzenreiter SV Atlas hat sich einem packenden Finale gegen den VfL Wildeshausen den Titel bei der Hallenkreismeisterschaft in Hude geholt. Die Delmenhorster setzten sich mit 6:4 (1:1) nach Neunmeterschießen durch.

Florian Urbainski grinste. „In der Halle hatte ich vorher noch keinen Neunmeter geschossen“, sagte der Torwart des SV Atlas an diesem Sonntagnachmittag in der Halle Am Huder Bach. Kurz zuvor hatte er dies erfolgreich hinter sich gebracht. „Ich wusste, was ich machen wollte – und der Ball ist genau dahin gegangen.“ Damit lag seine Mannschaft im Neunmeterschießen vorn, mit dem das Finale der Hallenmeisterschaft des Fußball-Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst zwischen seinem SVA und dem VfL Wildeshausen entschieden wurde. Urbanski hatte bereits den Schuss von Tobias Düser pariert. Nach Treffern von Maximilian Seidel für den VfL und Iman Bi-Ria für Atlas, begann die blau-gelbe Party, denn die Delmenhorster waren mit einem 6:4 (1:1) nach Elfmeterschießen Meister geworden. „Für uns als Mannschaft ist dieser Titel ganz wichtig“, sagte Urbanski.

Den dritten Platz belegte der TV Munderloh. Er gewann das kleine Finale gegen den SV Tur Abdin mit 3:0.

Atlas und Tur Abdin Gruppensieger in der Zwischenrunde

Delmenhorst, Spitzenreiter der Bezirksliga, und der Landesligist Wildeshausen waren am letzten Tag des Turniers, das der FC Hude ausgerichtet hatte, die spielerisch stärksten Mannschaften. Sie waren schon in der Zwischenrunde aufeinander getroffen. Auf dem Weg zum souveränen Gruppensieg gewann der SVA mit 2:1. Er bezwang zudem den TV Dötlingen (2:0), den SV Achternmeer (4:0) und den Harpstedter TB (5:0). Da der VfL diese Teams ebenfalls besiegte, zog auch er in das Halbfinale ein.

Auch die andere Zwischenrundengruppe wurde von zwei Teams dominiert: vom Bezirksligisten SV Tur Abdin und vom Titelverteidiger, dem Kreisligisten TV Munderloh. Beide besiegten den VfL Stenum, den TSV Ganderkesee und den KSV Hicretspor. Dann endete der direkte Vergleich 1:1. Der SV Tur Abdin wies die bessere Tordifferenz auf und ging so als Gruppensieger in die Runde der letzten Vier.

Munderloh holt sich Rang drei

Dort trafen die Delmenhorster auf Wildeshausen. Sechs Minuten lang verlief die Partie ausgeglichen, dann warf Lennart Feldhus das Abdin-Team mit einem Doppelschlag aus der Bahn (6. und 7. Minute). Janek Jacobs erhöhte für den VfL noch auf 3:0 (9.). Im zweiten Halbfinale bestimmte das Atlas-Team lange das Geschehen und ging durch Bi-Ria bereits in der dritten Minute in Führung. Mit geschickter Defensivarbeit und sicherem Spielaufbau ließ es Munderloh nicht ins Spiel kommen. Da die Delmenhorster ihre Torchancen nicht nutzten, kamen sie in der Schlussphase noch in leichte Schwierigkeiten, die aber auch dank Urbainski folgenlos blieben.

Die Munderloher sicherten sich dann durch Tore von Oliver Rauh (2., 6.) und Torben Schütte (7.) noch Rang drei und bescherten ihrem scheidenden Trainer Niklas Kühne ein tolles Abschiedsgeschenk. „Ich bin sehr traurig, aber es ist der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören“, so Kühne. Mit dem Einsatz seiner Jungs war er sehr zufrieden. „Wir können uns nicht beklagen“, lächelte Kühne.

„Wir haben ein gutes Turnier gespielt“, fand Matthias Demir, Co-Trainer des SV Tur Abdin. Im Halbfinale gegen Wildeshausen habe sein Team bis zum 0:1 stark gespielt.

Hahn: „Es ist schön, wenn das Jahr mit einem Titel beginnt“

Das Finale bot den Zuschauern auf den vollbesetzten Tribünen guten Hallenfußball. Seidel brachte den VfL in Führung (2.). Danach drängte Atlas auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder am starken Wildeshauser Torwart Lauren Riedel. Das elfte Turniertor von Bi-Ria (7.), der Torschützenkönig wurde, konnte er nicht verhindern. Sein Team war nach einer Zeitstrafe gegen Jan Lehmkuhl in Unterzahl.

Beide Teams vergaben ihre weiteren Chancen, in letzter Sekunde strich ein abgefälschter Schuss von Jacobs knapp am Atlas-Tor vorbei. Das Neunmeterschießen musste entscheiden. Neben Urbainski und Bi-Ria trafen Stefan Bruns, Lars Scholz und Maximilian Klatte für Atlas. Für den VfL trafen außer Seidel noch Janek Jacobs und Storven Bockhorn.

„In der Endrunde haben wir vernünftige Spiele abgeliefert und uns gut verkauft“, lobte VfL-Trainer Marcel Bragula seine Mannschaft. Dem verlorenen Finale trauerte er nicht hinterher. „Neunmeterschießen ist wie eine Lotterie, da weiß man nie, was kommt“, sagte Bragula.

„Es ist sehr schön, wenn ein Fußballjahr mit einem Titel beginnt“, sagte Atlas-Trainer Jürgen Hahn. „Die Mannschaft hat wirklich gut gespielt; sie war diszipliniert und engagiert. Ich finde, dass wir den besten Fußball gezeigt haben. Der Sieg war verdient.“