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Hallenmeisterschaft der Frauen Fußball-Mix bringt keine Probleme

Von Klaus Erdmann | 05.01.2016, 21:57 Uhr

Bei der Hallenkreis-Meisterschaft des Frauen in Ganderkesee taucht die Frage nach Hallen auf, die für Futsal in Frage kommen. Schiedsrichter sollen Spielerinnen mit Regeln vertraut machen.

Die ein oder andere Spielerin benötigte eine Gewöhnungsphase. Insgesamt jedoch hat der Mix aus Fußball-Regeln und Futsal-Ball den Teilnehmerinnen der Kreismeisterschaft in Ganderkesee keine Probleme beschert. Gleichwohl sorgte der „Mischmasch“, wie Diana Decker, Trainerin des VfL Stenum, diesen Kompromiss im Vorfeld bezeichnet hatte, in der alten Halle Am Steinacker für Gesprächsstoff.

Der sprungreduzierte Futsal-Ball weist einen Umfang von 62 bis 64 Zentimetern auf (Fußball: 68 bis 70 cm). Der Ball hat zudem relativ wenig Druck: 0,6 bis 0,9 bar Überdruck gegenüber 0,6 bis 1,1 bar Überdruck beim Standard-Fußball der Größe 5.

„Wir haben zwei-, dreimal mit dem Futsal-Ball trainiert“, sagt Feldspielerin Ann-Kristin Willms, Mannschaftsführerin des Turniersiegers Stenum. „Es ist eine große Umstellung. Du musst den Körper hinter den Ball bringen, um Kraft zu entwickeln.“ Sie sei dafür, nach Futsal-Regeln zu spielen: „Das wäre eine Weiterentwicklung.“ Nikola Hellbusch, Torhüterin des U19-Teams des TV Jahn, plädiert auch für „Futsal komplett“. Mit Fußball-Regeln, so Hellbusch („Ich kannte den Futsal-Ball und hatte keine Probleme“) sei es „etwas komisch“.

Wüstings Trainer Oliver Gerrits wünscht sich das „normale Spiel“ zurück

Manfred Nolte, Vorsitzender des Spielausschusses, atmet auf: „Ich hatte vor der Meisterschaft Bauchschmerzen. Aber es ist alles gut gelaufen mit dem Futsal-Ball. Die Spielerinnen haben sich schnell daran gewöhnt“ Eine interessante Beobachtung steuert Thomas Luthardt, der dem Ausschuss als Beisitzer angehört, bei: „Der Futsal-Ball hat dazu beigetragen, dass das Turnier spielerisch besser geworden ist.“ (Weiterlesen: Stenums Damen entthronen den TV Jahn)

Oliver Gerrits favorisiert das „normale Spiel“. Man sollte, so Wüstings Trainer, wieder mit dem normalen Ball spielen. Sein Kollege Uwe Krupa, Coach des TV Jahn II, und dessen Team hatten zuvor mit dem neuen Spielgerät Erfahrungen gesammelt. Krupa: „Wir haben im Bezirk mit dem Futsal-Ball gespielt.“ Er gibt zu bedenken: „Man benötigt ausreichend Hallen.“ Auf diesen Punkt kommt in der Ganderkeseer Halle auch Luthardt zu sprechen: „Diese und andere Hallen sind zu klein für Futsal.“

Spielen die Frauen im nächsten Jahr mit dem Futsal-Ball nach Futsal-Regeln? „Ich gehe davon aus, aber die Mannschaften sollen sich einigen“, antwortet Nolte. „Wir werden Schiedsrichter zu den Vereinen schicken, die die Spielerinnen über die Regeln aufklären.“