Ein Angebot der NOZ

Handball-Bundesliga A-Jugend HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bejubelt ersten Sieg

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 21.01.2018, 18:21 Uhr

Der Bann ist gebrochen: Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben ihren ersten Sieg in der Bundesliga bejubelt. Sie feierten einen 24:22 (9:10)-Heimsieg über den TV Oyten.

Der Schlusspfiff war in dem Jubelsturm in der Halle am Ammerweg in Bookholzberg nicht mehr zu hören. Henk Braun hatte ihn ausgelöst. Der Kreisläufer des dort beheimateten A-Jugend-Bundesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hatte 13 Sekunden zuvor getroffen und so am Samstag der Geschichte der kleinen Handball-Spielgemeinschaft das ersehnte Kapitel mit dem Titel „Der erste Saisonsieg“ hinzugefügt. Braun traf zum 24:22, mit dem der Heimerfolg über den TV Oyten endgültig perfekt war. Nach dem 14. Spiel in der Eliteliga war der Bann also gebrochen, nach zwei Remis feierte der Aufsteiger endlich einen doppelten Punktgewinn. „Wir haben den größeren Siegeswillen gehabt als Oyten“, sagte Trainer Stefan Buß. „Ich freue mich besonders für die Mannschaft, die sich diesen Erfolg wirklich verdient hat.“

Treffer von Mirko Reuter leitet die Wende ein

330 Zuschauer erlebten in der ausverkauften Halle ein bis in die Schlusssekunden dramatisches Nachbarschaftsduell, in dem die körperlich stärkeren Gäste bis Mitte der zweiten Halbzeit leicht feldüberlegen waren und daher immer knapp vorn lagen. Doch die HSG ließ sich nie hängen, blieb immer in Schlagdistanz. Als Mirko Reuter, der in der Winterpause vom TV Neerstedt zur HSG gekommen war, in der 45. Minute mit seinem ersten Treffer für Grüppenbühren/Bookholzberg die erste Führung nach dem 1:0 (2.) erzielte, kippte die Partie.

HSG-Torwart Jan Kinner ragt heraus

In der ersten Halbzeit dominierten die Abwehrreihen beider Mannschaften die intensiv geführte Partie. Die HSG-Offensive offenbarte zunächst aber größere Probleme. In der 13. Minute beantragte das Trainergespann Buß und Andreas Müller die erste Auszeit, um das Team neu einzustellen. Das gelang, die HSG kam heran, ging mit einem 9:10-Rückstand in die Pause. Daran, dass dieser nicht höher ausgefallen war, hatte ihr Torwart Jan Kinner mit einigen starken Paraden einen großen Anteil.

Direkt nach Wiederbeginn hatten es die Hausherren einige Male in der Hand, den Führungstreffer zu erzielen. Sie zeigten sich aber nicht clever genug, sodass der TVO um seine besten Torschützen Noah Dreyer (7/6) und Niklas Hafemann (6) weiterhin knapp vorne blieb: Hafemann traf zum 15:14 (44.).

Spannende Schlussphase

Doch dann steigerten sich die HSG-Feldspieler. Kinner gab ihnen den nötigen Rückhalt. In der Deckung gingen sie energischer in die Zweikämpfe, im Angriff nutzten sie ihre Chancen konsequenter. Braun glich aus, Reuter traf zum 16:15, Kian Krause erhöhte (49.).

Der TVO gab sich allerdings nicht geschlagen, kämpfte. Hafemann warf das 18:18 (54.). Die HSG konterte mit einem Rückraum-Treffer von Sebastian Latz und einem Braun-Tor, der Kreisläufer war von Tilmann Dehmel glänzend angespielt worden (54.). Doch auch das war noch keine Entscheidung. Wieder kämpfte sich Oyten heran, agierte beim 21:23 mit sieben Feldspielern, Timo Blau erzielte das 22:23. Noch 52 Sekunden.

31 Sekunden vor Schluss nahmen Buß/Müller die nächste Auszeit, um ihr Team auf die Manndeckung der Gäste einzustellen. 17 Sekunden später kam der Ball zu Braun – der Rest war Jubel.