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Handball-Bundesliga A-Jugend Viele Komplimente für HSG Grüppenbühren/Bookholzberg

Von Lars Pingel | 21.09.2017, 18:02 Uhr

Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bereiten sich schon auf ihr Spiel beim TV Oyten an diesem Sonntag, 24. September, vor. Ein Blick zurück auf das erste Heimspiel gegen den THW Kiel ist trotzdem gestattet. Dafür hatten sie von Gästetrainer Klaus-Dieter Petersen viele Komplimente erhalten.

Viel Zeit, ein solches Erlebnis richtig auszukosten, lässt der Bundesliga-Spielplan den A-Jugend-Handballern der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nicht. Genau eine Woche nach ersten Heimspiel in der Eliteliga gegen den THW Kiel (22:40), während dem 310 Zuschauer in der ausverkaufen Halle am Ammerweg für eine erstklassige Atmosphäre gesorgt hatten, wartet an diesem Sonntag, 24. September, schon die nächste Aufgabe auf die Landkreis-HSG. Sie ist ab 15 Uhr beim TV Oyten (Halle Pestalozzistraße) gefordert. Trainer Stefan Buß hatte daran sogar schon kurz nach dem Schlusspfiff des Vergleichs mit dem Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters gedacht. „Wir müssen die vielen individuellen Fehler unbedingt abstellen“, sagte er, ehe auch ihn die Stimmung in der Bookholzberger Spielstätte noch einmal gefangen nahm. „Dieses Spiel haben wir richtig genossen“, schwärmte Buß. Und so dürften er, sein Mit-Trainer Andreas Müller und die HSG-Spieler in den zurückliegenden Tagen schon noch häufiger an dieses Ereignis zurückgedacht haben, ohne dass die Konzentration auf die nächste Partie darunter litt.

Kieler freuen sich auf das Rückspiel

Eine Menge Spaß hatte auch der Gast an seinem Auftritt am Ammerweg. Das lag, klar, auch daran, dass er souverän gewonnen hatte. Doch eben nicht nur daran. Das bestätigte der THW-Trainer, der 340-fache Nationalspieler Klaus-Dieter Petersen, der in seiner aktiven Laufbahn Olympia-Silber (2004), EM-Gold (2004) und WM- und EM-Silber (2003 und 2002) und neun deutsche Meistertitel gewonnen hat. Der 48-Jährige lobte Umfeld und Stimmung – und die sportliche Leistung der Gastgeber. „Ich glaube, dass hier noch die eine oder andere Mannschaft stolpern wird“, sagte er. Das passierte dem THW nicht, weil er sich, aufbauend auf eine starke Abwehrleistung, schnell einen mehr als respektablen Vorsprung herausgeworfen hatte: 15:7 stand es in der 24. Minute.

„Ich finde das super“, lobte Petersen das Engagement der HSG als kleiner Verein, dessen erste Männermannschaft als Aufsteiger in der Verbandsliga um Punkte kämpft, den sportlichen Erfolg ihres Jugendteams mit dem Sprung in die Bundesliga zu belohnen. „Grüppenbühren/Bookholzberg gehört vollkommen hier rein“, erklärte der THW-Trainer. Es sei für den Nachwuchshandball in der Region gut und wichtig, dass die HSG in der 1. Liga der A-Jungen antritt. Es sei schließlich schon länger her, dass ein Verein aus diesem Teil Niedersachsens dort vertreten war. „Die HSG stellt eine junge Mannschaft, die jetzt in der Bundesliga spielt. Vielleicht schafft sie es nächstes Jahr ja sogar noch mal“, überlegte Petersen und noch hinzu: „Wir freuen uns schon auf das Rückspiel, wenn wir die HSG in Kiel empfangen dürfen.“ Das ist für den 9. Dezember angesetzt.

Dank für Unterstützung

Holger Jüchter, 1. Vorsitzender der HSG, hatte das erste Heimspiel der Mannschaft dazu genutzt, sich bei Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern zu bedanken, die dazu beigetragen haben, den Bundesliga-Aufstieg möglich zu machen. „Ohne euch geht so etwas nicht“, sagte Jüchter, der das Engagement des ehemaligen Männer-Trainers Frank Mehrings besonders hervorhob.