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Handball-Bundesliga A-Jugend Weltmeister coacht Gastgeber von Grüppenbühren/Bookholzberg

Von Lars Pingel | 20.10.2017, 09:28 Uhr

Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg treten an diesem Samstag bei ihrem Bundesliga-Konkurrenten HSV Hamburg an. Das Nachwuchsteam des Drittligisten wird in dieser Partie von Torsten Jansen, 2007 Weltmeister, betreut.

Weltmeisterliche Ratschläge bekommt der nächste Konkurrent der Bundesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg an diesem Samstag vor, während und wohl auch in der Nachbesprechung der Partie. Torsten „Toto“ Jansen wird die A-Jugend des HSV Hamburg betreuen, die den Erstliga-Debütant aus dem Landkreis in der Volksbank-Arena am Hellgrundweg empfangen wird, also direkt neben der Barclaycard-Arena und dem Volksparkstadion. Die Partie beginnt um 17 Uhr.

HSV bildet Spieler für sein Drittliga-Team aus

Jansen, der 2007 Weltmeister geworden war, ist eigentlich Trainer der Drittliga-Mannschaft des Handball-Sportvereins. Da Lars Hepp, der die HSV-A-Jugend seit Saisonbeginn coacht und zudem Leiter der Jugendabteilung des Vereins ist, eine Fortbildung in Berlin besucht, übernimmt Jansen die Betreuung des Nachwuchsteams, teilte der HSV auf seiner Internetseite mit. Jansen, der von 2003 bis 2015 für den Verein gespielt hatte und mit ihm Deutscher Meister (2011) und Champions-League-Sieger wurde (2013), war im Grunde Hepps Vorgänger. Bis Ende März 2017 war er der Trainer der A-Jugend, ehe er dann das Männerteam übernahm.

Hauptziel der Jugendabteilung der Hamburger ist es, Spieler für die Drittliga-Mannschaft auszubilden. Das ist in den vergangenen Jahren sehr gut gelungen: Acht Spieler im Kader des Tabellenzweiten der dritthöchsten Staffel (11:3 Punkte), der den Sprung in die 2. Bundesliga zum Saisonziel erklärt hat, wurden auch beim HSV ausgebildet.

Trotz perfektem Start nicht vollends zufrieden

Der starke Start der HSV-A-Jugend (10:0 Punkte) in die Bundesligasaison 2017/2018 kann als Beleg dafür gelten, dass auch in dieser Mannschaft einige Talente stehen, die das Zeug für höhere Aufgaben haben, unter anderem die Rückraumspieler Dominik Axmann und Lief Tissier, die in dieser Spielzeit bereits einige Drittligapartien absolviert haben. Sie und ihre A-Jugend-Mannschaftskameraden möchten aber natürlich auch in der Bundesliga für Furore sorgen. Das beweist die Zwischenbilanz, die Hepp auf der HSV-Homepage zog. Trotz der fünf souveränen Siege (Tordifferenz +31) bemängelt er fehlende Konzentration und Konsequenz. „Wenn wir diese Saison etwas erreichen wollen, dann müssen die Jungs da schon umdenken“, sagt Hepp. Zunächst gelte es, „die Null so lange wie möglich“ zu verteidigen. Damit ist die Vorgabe für die Partie gegen Grüppenbühren/Bookholzberg klar. Um die zu erfüllen, müsse sein Team von Anfang an mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit zu Werke gehen, fordert Hepp. Er warnt seine Spieler vor der HSG, über die er sagt: „Interessanterweise hat diese Mannschaft auswärts noch nicht verloren.“

Grüppenbühren/Bookholzberg will Partie genießen

Diese Mannschaft, Zehnter mit 2:8 Punkten, bezeichnet sich trotzdem als klaren Außenseiter. „Der HSV ist ein ganz spielstarkes Team“, lobt HSG-Trainer Stefan Buß: „Ich sehe Hamburg am Ende der Saison unter den ersten Zwei.“ Daraus folgt, „dass wir überhaupt nichts zu verlieren haben“. Seine Spieler sollten die Partie einfach genießen, sie also mit voller Konzentration und vollem Engagement, aber eben auch mit einem ordentlichen Schuss Spaß angehen. „Wir können doch stolz sein, dass wir so etwas erleben“, sagte Buß. „Die Jungs sollen mit Spielfreude ihr Ding durchziehen.“ Sie sollten, egal wie die Begegnung läuft, ruhig bleiben und sich auf die eigenen Stärken besinnen.

HSG kann nicht in Bestbesetzung antreten

Buß wird das Team am Samstag alleine betreuen, da Andreas Müller, mit dem er ein Trainerduo bildet, als Coach der Verbandsliga-Mannschaft gefordert ist (19.15 Uhr gegen den Wilhelmshavener HV II). Buß wird nicht alle Spieler des A-Jugend-Kaders in Hamburg aufbieten können. Kyan Krause und Norman Lachs fallen verletzt aus. Höchst unwahrscheinlich sei der Einsatz von Niklas Kowalzik, da er für seinen Stammverein HSG Delmenhorst auflaufen soll, erklärt Buß. Mehr als fraglich sei zudem, ob Tilman Dehmel (Grippe) und die angeschlagenen Torwarte Torben Knop und Simon Schreiner beim HSV mitwirken können. Jeder Ausfall sei natürlich schade, findet Buß. Trotzdem ist er sich sicher, dass seine Mannschaft eine gute Leistung abrufen kann, da er jedem Spieler im Aufgebot vertraut. „Wir haben einen großen Kader“, bestätigt er: „Und die, die nachrücken, haben auch Bock, Bundesliga zu spielen.“