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Handball-Länderpokal in Berlin Niedersachsen-Auswahl nur auf Rang sieben

Von Frederik Böckmann | 19.12.2016, 17:12 Uhr

Die Niedersachsenauswahl des Jahrgang 2000 und jünger hat beim Handball-Länderpokal nur den siebten Rang belegt. Im HVN-Kader standen auch die drei heimischen Spieler Mohamed Sibahi, Tilman Dehmel und Kian Krause.

Sie hatten sich etwas mehr erhofft, dementsprechend groß war auch die Enttäuschung – im Kreis der Trainer, aber auch in dem der Spieler: Die Handball-Niedersachsenauswahl des Jahrgangs 2000 und jünger hat beim Länderpokal des Deutschen Handball-Bundes in Berlin nur den siebten Rang belegt. In jenem Platzierungsspiel gegen Westfalen glänzte die HVN-Auswahl beim 29:22 (18:10).

Es war für die Mannschaft um Tilman Dehmel und Kian Krause von der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sowie den Delmenhorster Mohamed Sibahi vom TV Oyten zwar ein versöhnlicher Abschluss. Doch mit einem guten Gefühl verließ die HVN-Auswahl nicht unbedingt die Hauptstadt. Denn das Halbfinale hatte Niedersachsen bei der 23:25 (13:15)-Niederlage gegen Sachsen-Anhalt nur knapp verpasst und anschließend auch das erste Platzierungsspiel im Kampf um Rang fünf gegen Baden mit 24:26 (11:11) verloren.

Mohamed Sibahi überzeugt vor allem gegen Bremen

Trainer Ludger Emke machte aus seinem Gemütszustand keinen Hehl. „Wir haben uns tatsächlich mehr ausgerechnet“, räumte er ein. „Wahrscheinlich hatten die Jungs noch das Viertelfinale in den Köpfen. Es fehlt eben noch an der Erfahrung, dass es auch nach einer Niederlage weitergeht“, sagte der erfahrene Trainer mit Blick auf die Pleite gegen die Baden-Auswahl. Auch Dehmel ärgerte sich nach den zwei Niederlagen. „Wir müssen einfach lernen, die Abwehr mehr zusammenzuhalten und mehr Bälle zu erkämpfen“, meinte er.

In der Gruppenhase hatte Niedersachsen zuvor Bremen (24:16), Saarland (30:23) und Württemberg (32:29) geschlagen sowie gegen Südbaden (20:23) verloren. Sibahi überzeugte vor allem im Spiel gegen Bremen, als er mit sieben Treffern bester Werfer der Niedersachsen war. Dort sei es dem HVN-Team gelungen, vor allem die Nahtstellen zu suchen. „Wir haben dadurch breitere Räume geschaffen“, sagte der Delmenhorster, der insgesamt zwölf Tore warf. Dehmel erzielte fünf Tore, Krause warf kein Tor.