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Handball-Landesklasse TV Neerstedt II holt Punkt, muss darum aber zittern

Von Jörg Schröder, Jörg Schröder | 01.11.2016, 22:06 Uhr

In der Handball-Landesklasse der Männer sicherte sich der TV Neerstedt II nach einer furiosen Aufholjagd noch ein 38:38 beim Tabellendritten Friedrichsfehn/Petersfehn. Ob dies jedoch ein Grund zur Freude sein darf, wird sich erst noch herausstellen. Die gastgebende SG hat Protest gegen die Wertung eingelegt.

Elsfleth II - Grüppenbühren/Bookholzberg II 30:27 (15:14). Die HSG hatte dank einer guten Abwehrleistung und treffsicheren Torschützen bis zur 10. Minute eine 8:4-Führung herausgeworfen. Anschließend jedoch verfehlte der Ball allzu oft das gegnerische Tor. Da sich die Gastgeber ebenfalls zahlreiche Fehlversuche leisteten, verlief die Partie bis zur 45. Minute beim Stande von 22:21 für die Gäste sehr ausgeglichen. Als in der 55. Minute bei Grüppenbühren sowohl Sebastian Oetken als auch Sven Jüchter jeweils eine Zeitstrafe kassierten, nutzte Elsfleth die Chance und zog auf 28:24 davon.

SG F-fehn/P-fehn - TV Neerstedt II 38:38 (23:16). In dieser Partie war wirklich alles vorhanden, was ein gutes Handballspiel auszeichnet: Viel Tempo, spielerische Klasse und Spannung bis zur letzten Sekunde. Die Partie verlief bis zum 7:7 (11.) sehr ausgeglichen. Allerding bekam die Deckung des TVN schon in dieser frühen Phase die Achse Jonas Schrader (Kreis: 15 Treffer) und Max Schützmann (Rückraum links: 5 Treffer) nicht in den Griff. Im Verlaufe der Partie setzten sich die Hausherren immer weiter ab und lagen in der 44. Minute mit 33:25 vorne. Aber TVN kämpfte. Die Umstellung auf eine 4-2-Deckung zahlte sich für die Gäste aus. Sie erkämpften sich immer wieder den Ball und erzielten zwischen der 53. und 59. Minute sieben Treffer in Folge, ohne auch nur einen einzigen Gegentreffer zuzulassen. Lohn der Anstrengung: der 38:38 Ausgleich durch Julian Hoffmann (59.). In der Schlusssekunden foulte Matti Lehner einen Gegenspieler in der Spielhälfte der SG. Die Schiedsrichter Manfred Adolph und Matthias Poth zogen die Rote Karte und pfiffen die Partie wieder an. Die Hausherren waren der Meinung, es hätte zwingend einen Strafwurf für sie geben müssen, und legten Protest gegen die Wertung ein. Wie das Sportgericht entscheiden wird, bleibt abzuwarten.