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Handball-Landesliga Klare Siege für Delmenhorst II und Grüppenbühren/Bookholzberg

Von Jörg Schröder und Heinz Quahs | 12.11.2018, 22:48 Uhr

Die Landesliga-Handballer der HSG Delmenhorst II und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben klare Heimsiege gefeiert. Die TS Hoykenkamp kassierte eine deutliche Auswärtsniederlage.

Zwei klare Siege für die HSG Delmenhorst II und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, eine Niederlage für die TS Hoykenkamp. Das ist die Wochenend-Bilanz der Landesliga-Handballer.

 Staffel Bremen: HSG Delmenhorst II - TV Spaden 42:31 (24:15). Die HSG II hat ihren Aufwärtstrend bestätigt: Sie schob sich durch ihren vierten Saisonsieg auf Rang sieben der Tabelle. Zwar begann die Mannschaft von Trainer Adrian Hoppe mit leichten Schwächen in der Deckung. Doch Kerry Hoppe im Tor erwies sich als großer Rückhalt. Er machte seine Sache mehr als ordentlich. Im HSG-Angriff hingegen lief es von Beginn an rund, und dass, obwohl die gegnerische Deckung energisch zupackte. Immer wieder setzte sich der Delmenhorster Rückraum gut in Szene. Vor allem aber war es Kreisläufer Tobias Schenk, der sich nicht aufhalten ließ. Er erzielte zwölf Treffer. Dem großen Druck konnten die Gäste nicht lange standhalten, so stand bereits zur Pause eine deutliche Führung (24:15) für die HSG an der Anzeigetafel. Auch nach dem Seitenwechsel hielt die Hoppe-Sieben das Tempo enorm hoch und ließ den Gegner trotz einiger Nachlässigkeiten in der Deckung nicht herankommen. Am kommenden Wochenende ist die Mannschaft spielfrei. Weiter geht es für sie erst am 25. November beim Tabellenführer HSG Bützfleth/Drochtersen.

 Staffel Weser-Ems: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - Wilhelmshavener SSV 35:19 (16:7). Die Landkreis-HSG fegte ihre Gäste, die als Tabellenzweiter nach Bookholzberg gekommen waren, förmlich aus der Halle. Die Mannschaft zeigte eine bärenstarke Leistung. Ihre aufmerksame und bissige Deckung ließ keinen konstruktiven Spielaufbau der Wilhelmshavener zu. Und kamen diese dann doch zum Wurf, war zumeist HSG-Torwart Arne Klostermann zur Stelle, der einen Sahnetag erwischt hatte. Reaktionsschnell fischte er sogar eigentlich unhaltbar scheinende Würfe aus dem Winkel. Zudem hielt er drei Strafwürfe. Die Gastgeber nutzten ihre Ballgewinne zu vielen Gegenstoßtoren, und sie überzeugten auch im Positionsangriff, in dem Yannick Lau geschickt die Fäden zog. Bereits nach 19 Minuten, als Carsten Jüchter aus dem Rückraum zum 13:4 traf, war wohl die Vorentscheidung gefallen. Vor 140 Zuschauern bot die HSG, die zur Pause mit 16:7 vorn lag, weiter eine geschlossene, überzeugende Mannschaftsleistung. Sie ließ bis zum Schlusspfiff nicht locker. Trainer Andreas Müller war begeistert. „Es passte einfach alles zusammen. Die Mannschaft hat die Vorgaben ganz toll umgesetzt und so den Gegner von Beginn an sehr gut im Griff gehabt“, lobte er.

 TV Bohmte - TS Hoykenkamp 39:26 (18:10). Die TSH ist im Abstiegskampf angekommen. Sie belegt nach der sechsten Niederlage im achten Spiel den 13. Tabellenplatz, der am Saisonende den Sturz in die Landesklasse bringen würde. In Bohmte zeigte das Team nur selten Landesliga-Niveau. Bis auf die drei eingesetzten Torhüter, die eine noch höhere Klatsche mit etlichen guten Paraden verhinderten, erreichte kein Spieler auch nur annähernd seine Normalform. So gab es im gesamten Spielverlauf in der Offensive durch technische Fehler viele Ballverluste, die von den Hausherren dankend angenommen und zu einfachen Kontertoren verwertet wurden. 20 Minuten lang spielte die TSH, die sogar mit 7:5 vorn lag (11.), auf Augenhöhe mit, doch nachdem Sebastian Rabe zum 9:9 (19.) ausgeglichen hatte, blieb sie fast zehn Minuten ohne Torerfolg. Die Gastgeber setzten sich mit einem 7:0-Lauf ab, zur Pause führten sie mit 18:10. Nach dem Seitenwechsel blieb vieles im Spiel der Hoykenkamper Stückwerk, der Rückstand wurde kontinuierlich größer. TSH-Trainer Lutz Matthiesen sprach von einer herben Enttäuschung. „Die Mannschaft konnte die besprochenen Vorgaben überhaupt nicht umsetzen“, erklärte er: „Mit dieser Niederlage haben wir auch unser bisher noch recht gutes Torverhältnis regelrecht zerschossen. Es muss jedem Spieler klar sein, dass die kommenden Aufgaben nicht einfacher werden und dass wir es sehr schwer haben werden, den Tabellenkeller zu verlassen.“