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Handball-Landesliga Männer HSG Delmenhorst II feiert ersten Saisonsieg

Von Jörg Schröder und Heinz Quahs | 24.09.2018, 17:15 Uhr

Die Landesliga-Handballer der HSG Delmenhorst II haben ihren ersten Sieg der Spielzeit 2018/19 eingefahren. Sie waren beim SV Beckdorf II mit 36:19 erfolgreich.

Der Knoten ist geplatzt. Die Landesliga-Handballer der HSG Delmenhorst II haben ihren ersten Sieg der Saison 2018/2019 gefeiert. Sie gewannen ihr Auswärtsspiel beim SV Beckdorf II. In der Weser-Ems-Staffel kassierten die TS Hoykenkamp und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg dagegen Niederlagen.

 SV Beckdorf II - HSG Delmenhorst II 19:36 (9:16). Nach vier Niederlagen in Folge hat die HSG Delmenhorst II erstmals in dieser Saison einen Sieg feiern dürfen. Grundlage für den überraschend hohen Erfolg war die stark verbesserte Abwehrleistung. Zudem bot Torhüter Mike Krause eine überragende Leistung. Nachdem Kreisläufer Tobias Schenk in der vierten Minute den ersten seiner zehn Treffer und damit das 1:0 erzielt hatte, gaben die Delmenhorster die Führung nicht mehr aus der Hand. Möglich war dies auch, weil Krause bis zur 19. Minute (9:5) bereits drei Siebenmeter pariert hatte. Trotz der deutlichen Pausenführung ließ die Mannschaft auch in Durchgang zwei nicht nach und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Trainer Adrian Hoppe war sehr zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge „Wir haben uns deutlich weniger technische Fehler geleistet als in den letzten Partien“, sagte er. Aus einer geschlossenen Mannschaft ragte außer Krause und Schenk noch Rückraumschütze Timo Barkemeyer (6) heraus.

 HSG Osnabrück - TS Hoykenkamp 33:28 (15:15). Die TSH bot 50 Minuten lang eine starke Leistung, die Coach Lutz Matthiesen für die nächsten Begegnungen hoffen lässt. „Wir haben uns sehr gut präsentiert, obwohl einige Leistungsträger nicht dabei waren“, sagte er „In der Schlussphase fehlten dann einfach die Kraft und die Konzentration, um noch gegenhalten zu können.“

Früh in der Partie musste die TSH einen Schock verarbeiten. Bereits nach sechs Minuten kassierte Torwart Gregor Kleefeldt die rote Karte, als er, beim Versuch außerhalb seines Sechsmeterraums einen langen Pass der Osnabrücker abzufangen, einen HSG-Spieler berührte. Dafür wurde er zurecht vom alleine gut leitenden Unparteiischen Frank Kessler disqualifiziert. Jan-Luca Linde ging ins TSH-Tor, und er machte seine Sache sehr gut. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich der Gastgeber durch einen 5:1-Lauf bis auf 12:7 ab (16.). Matthiesen stellte die Deckung um, ließ sie in der 5:1-Variante agieren. Das zahlte sich aus. Zwei Minuten vor der Pause erzielte TSH-Torjäger Sebastian Rabe den Ausgleich. Auch nach dem Seitenwechsel (15:15) blieb die Matthiesen-Sieben auf Augenhöhe, ging sogar immer wieder in Führung. Colin Hörner brachte die TSH mit 23:24 nach vorn (48.). Wenig später schied Hadi Zein verletzt aus, damit fehlte Matthiesen eine weitere Alternative im Angriff. So konnte Hoykenkamp nur noch kurz gegenhalten. „Ich hoffe, dass bis zum nächsten Spiel in drei Wochen alle angeschlagenen Spieler wieder an Bord sind“, sagte Matthiesen.

 HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - TV Bohmte 24:30 (13:16). Der Gast übernahm die Tabellenführung, der Gastgeber rutschte in den Tabellenkeller ab. HSG-Trainer Andreas Müller war verärgert. „Die Mannschaft hat sich nicht als Einheit präsentiert und so kam aufgrund eigener Unzulänglichkeiten diese Niederlage zustande“, sagte er. Es war vor allem dem bärenstarken Torwart Jan-Bernd Döhle, der viele glänzende Paraden zeigte und so auch vier Siebenmeter parierte, zu verdanken, dass Grüppenbühren/Bookholzberg lange Zeit im Spiel blieb.

In der ersten Halbzeit wechselte die Führung zunächst ständig. Yannick Lau, der im Rückraum geschickt Regie führte, traf zum 10:9 (19.). Durch einige Einwechslungen gab es dann aber einen kleinen Bruch im Spiel der HSG. Kurz vor der Pause fingen sich Jan-Niklas Ordemann und Lau Zeitstrafen ein, Bohmte warf in doppelter Überzahl einen Drei-Tore-Vorsprung heraus. Nach Wiederbeginn setzten die Hausherren die in der Pause getroffenen Absprachen gut um. Die Deckung steigerte sich und mit großem Einsatz kämpften sie sich zum 18:18 (36., Julian Stolz). Nach dem 22:22 (44., Stolz) war jedoch die Luft aus dem HSG-Spiel raus. Die Müller-Truppe fing sich sieben Gegentreffer in Folge zum 22:29 ein (55.). Die Entscheidung. „Nachdem sich Yannick Lau Mitte der zweiten Hälfte verletzt hatte und ich umstellen musste, bekamen wir nicht mehr den richtigen Zugriff auf den Gegner“, sagte Müller.