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Handball-Landesliga Männer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg enttäuscht in Osnabrück

Von Heinz Quahs | 06.01.2019, 16:12 Uhr

Enttäuschender Start ins Sportjahr 2019: Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kassierten am Samstag bei der HSG Osnabrück eine 16:25 (7:11)-Niederlage.

Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sind mit einer herben Enttäuschung ins Jahr 2019 gestartet: Der Landesligist verlor am Samstag beim Tabellennachbarn HSG Osnabrück mit 16:25 (7:11). Damit endete eine fünf Spiele lange Serie ohne Niederlage (9:1 Punkte) – und die Mannschaft von Trainer Andreas Müller fiel wieder in die untere Tabellenregion, auf Platz neun, zurück. Den HSG-Coach hatten vor allem die Leistungen im Angriff frustriert. „Wenn man so viele klare Chancen, selbst freistehend, nicht verwertet und dabei sogar etliche Male das Tor verfehlt, darf man sich nicht wundern, wenn am Ende ein so blamables Ergebnis zustande gekommen ist“, haderte Müller.

Grüppenbühren/Bookholzberg hat Probleme im Spielaufbau

Einzig Jan Hansel auf der rechten Außenbahn wusste in der Offensive wenigstens noch halbwegs zu überzeugen: Er erzielte vier blitzsaubere Treffer von dieser Position. Insgesamt ließ sich Grüppenbühren/Bookholzberg aber von der aggressiven und sehr beweglichen Osnabrücker Deckung früh den Schneid abkaufen. Das zeigte sich im viel zu langsamen Spielaufbau, aus dem Rückraum kam viel zu wenig Druck. „Die Jungs bekamen anfangs die Härte der gegnerischen Deckung zu spüren und gingen schließlich kaum noch dahin, wo es wehtun könnte. Daher blieben die klaren Torchancen fast immer aus“, erklärte Grüppenbühren/Bookholzbergs Co-Trainer Werder Dörgeloh.

Osnabrück liegt von Beginn an vorn

Die Osnabrücker boten allerdings auch nur in den ersten zehn Minuten richtig guten Handball. Doch gerade diese waren richtungsweisend, denn mit schnellem und druckvollem Kombinationsspiel setzte sich der Gastgeber bis auf 6:1 ab. Schon nach vier Minuten hatte er mit 4:0 vorn gelegen. Da fiel auch die Disqualifikation des Osnabrückers Steve Gerber nicht ins Gewicht, der in der Abwehr dem wurfbereiten Yannick Lau von hinten in den Arm griff (7. Minute). Biedermann verwarf den fälligen Siebenmeter. Kevin Pintscher nutzte seine Chance im nächsten Versuch von der Line: Nach neun Minuten hatte der Gast mit dem 1:4 den ersten Treffer erzielt. Zu den vielen Fehlwürfen gegen den starken Osnabrücker Torwart Sebastian Siebert gesellten sich dann einige Ballverluste nach technischen Fehlern und Schwächen in der Abwehr. Osnabrück baute den Vorsprung bis auf 11:5 aus (18.).

Plötzlich ließ bei den Gastgebern die Konzentration im Angriff allerdings deutlich nach. Bis zum Pausenpfiff erzielten sie kein Tor mehr. Grüppenbühren/Bookholzberg schlug daraus aber kaum Kapital. Das Team traf nur noch zweimal.

Wurfquote der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bleibt schlecht

Nach Wiederbeginn verschleppten die Osnabrücker in der Offensive häufig das Tempo, schlossen die meisten ihrer Angriffe dann aber doch erfolgreich ab. Da die Wurfquote der Spieler aus dem Landkreis Oldenburg ganz schlecht blieb, gelang es ihnen nicht, auch nur in die Nähe eines Punktgewinns zu kommen. Bis zum 9:13 durch Julian Stolz (36.) bestand bei Grüppenbühren/Bookholzberg vielleicht noch ein wenig Hoffnung, doch dann wuchs der Rückstand. „Der Angriff war letztendlich fast ein Totalausfall: 16 Treffer sprechen eine deutliche Sprache“, monierte Müller: „Zu Beginn beider Halbzeiten konnte Osnabrück fast nach Belieben den Vorsprung ausbauen. Wir haben nicht ansatzweise konsequent gegengehalten.“ Seine Mannschaft hat nun eine zweiwöchige Pause, ehe sie am 26. Januar den FC Schüttorf in ihrer Halle am Ammerweg empfängt.