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Handball: Landesliga TS Hoykenkamp erarbeitet sich Sieg über Wilhelmshaven

Von Heinz Quahs | 30.03.2015, 13:17 Uhr

Die Landesliga-Handballer der TS Hoykenkamp haben ihre Chance auf den Aufstieg in die Verbandsliga gewahrt. Sie feierten einen 25:22-Heimsieg über den Wilhemshavener HV II. Den Gastgebern unterliefen in der Offensive zwar einige Fehler, die machten sie aber in der Defensive wett.

Das immer spannender werdende Rennen um Meisterschaft und Verbandsliga-Aufstieg sowie Vizemeisterschaft und Aufstiegsspiele in der Handball-Landesliga werden wohl die Teams für sich entscheiden, die die Spiele gewinnen, in denen es nicht rund läuft. Daher könnte sich der glanzlose 25:22 (13:10)-Arbeitssieg, den die TS Hoykenkamp am Sonntag vor rund 100 Zuschauern in der Halle Heide gegen den Wilhelmshavener HV II feierte, noch als sehr wertvoll erweisen. Fünf Spieltage vor Schluss sind die ersten Sechs der Tabelle nur noch durch drei Minuspunkte getrennt. Die TSH ist mit 27:15 Zählern Vierter.

TSH kassiert fast elf Minuten lang kein Gegentor

Der WHV erwies sich als unangenehmer Gegner. Mit schnellen Kombinationen bereitete er der TSH-Abwehr große Probleme. In Christoph Groß und Jonas Koch waren in Reihen der Gäste zudem zwei starke Rückraumspieler aktiv, die sich jederzeit mit Einzelaktionen in gute Wurfpositionen bringen konnten. Groß warf, obwohl er von TSH-Spieler Ole Goyert abgeschirmt wurde, acht Tore. Das überraschte TSH-Trainer Jörn Franke nicht. „Mir war klar, dass man diesen Spieler nicht ganz ausschalten kann“, sagte er. „Ole hat seine Aufgabe gut gelöst.“ Mit seiner Defensivarbeit trug Goyert dann auch dazu bei, dass es die TSH war, die sich einen größeren Vorsprung erarbeitete. Nach dem 5:5 (10.) lief die Deckung zur Hochform auf. Sie ließ fast elf Minuten lang keinen WHV-Treffer zu. In der Offensive waren TSH-Angreifer sechsmal erfolgreich. Der klare Vorsprung hatte aber nicht lange Bestand. In Überzahl kassierten die Hoykenkamper zwei Gegentreffer und gerieten im Angriff aus dem Rhythmus. Sie lagen aber dennoch immer vorn.

Goyert und Kirchhof entscheiden das Spiel

Zur Pause stand es 13:10. Nach dem Wiederanpfiff des guten Schiedsrichters Manfred Adolph (HG Jever/Schortens), der die Partie alleine leitete, leisteten sich die Hoykenkamper im Angriff immer wieder Ballverluste. Diese verhinderten, dass sie die nie aufgebenden Gäste abschütteln konnten. Das TSH-Team musste sich daher sogar mehrfach bei Torwart Gregor Kleefeldt bedanken, dass der Vorsprung nicht schmolz. Kleefeldt hatte den ebenfalls guten Jan-Luca Linde abgelöst. Erst als Goyert und Linksaußen Alexander Kirchhof, dem ein klasse Heber gelang, aus dem 21:18 (55.) das 23:18 (55.) gemacht hatten, war klar, das die TSH gewinnen würde. Das gefiel Franke. Das Spiel seiner Mannschaft fand er verbesserungswürdig. „Ärgerlich waren die häufigen Fehler im Spielaufbau, im Abschluss waren wir phasenweise zu überhastet“, sagte er. „Man merkte aber auch, dass uns in Linkshänder Kyan Petersen ein ganz wichtiger Spieler fehlte.“