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Handball-Landesliga TV Neerstedt II muss absteigen

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 17.05.2016, 18:08 Uhr

Die Handballer des TV Neerstedt II müssen die Landesliga nach nur einer Saison wieder verlassen. Die 20:26 (7:12)-Heimniederlage in der letzten Partie 2015/2016 gegen den TV Georgsmarienhütte brachte sie um die letzte Chance.

Die Handballer des TV Neerstedt II haben ihre letzte, sehr kleine Chance nicht genutzt. Sie verloren ihr Heimspiel gegen den TV Georgsmarienhütte, die letzte Partie der Saison 2016/2017, mit 20:26 (7:12). Damit stand fest, dass das Team die Landesliga nach nur einer Saison wieder verlassen muss. Hätte es gewonnen, wäre es allerdings auch auf Schützenhilfe angewiesen gewesen. „Nun sind die Lichter endgültig ausgegangen“, sagte der sehr enttäuschte TVN-Trainer Lutz Matthiesen. „Wir müssen sehen, wie es weitergeht.“

TVN vergibt zu viele klare Chancen

Der TVN knüpfte nicht an die Leistungen an, mit denen er zuletzt die Hoffnungen auf eine Rettung am Leben gehalten hatte. „Wir waren in der Deckung nicht wirklich präsent. Wir haben sowohl den Hütter Spielmacher und Haupttorschützen Ron Gerstmann als auch den Kreisläufer Malik Scherz nie richtig in den Griff bekommen. Im Angriff haben wir extrem schwach geworfen“, erklärte Matthiesen die Niederlage. Ein Beleg für die Abschlussschwäche seiner Spieler war die Siebenmeterquote. Sie verwandelten nur drei von sieben Versuchen. Aber auch aus dem Spiel heraus vergaben die Neerstedter zu viele gute Möglichkeiten. Vor allem nach Kontern, eigentlich eine Stärke im TVN-Spiel, wurden einige sogenannte 100-prozentige Chancen vergeben. Trotzdem verlief die erste Halbzeit lange ausgeglichen. Erst in den fünf Minuten vor dem Pausenpfiff machten die Gäste angeführt von Gerstmann und Scherz aus einem 8:7-Vorsprung die 12:7-Pausenführung.

Kurze Aufholjagd

Nach dem Seitenwechsel schien es so, als könnte sich der TVN doch in das Spiel kämpfen. Der starke Torwart Lukas Oltmanns und Jan Busse, dem sehenswerte Treffer gelangen und der mit sieben Toren zum erfolgreichsten Werfer seines Teams wurde, waren die treibenden Kräfte einer kurzen Aufholjagd. Nach dem 14:16 (42. Minute), das Philipp Hollmann geworfen hatte, war ein Erfolg wieder in Reichweite. Doch die Neerstedter verfielen plötzlich wieder in den Trott der ersten Halbzeit, wurden nachlässig in der Abwehr und im Angriff. Sie fingen sich vier Gegentore in Folge ein. Mit dem 14:20 (49.) war die Partie entschieden – und der Abstieg besiegelt.