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Handball-Landesliga Weser-Ems Grüppenbühren/Bookholzberg gastiert beim Spitzenreiter

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 08.12.2016, 18:01 Uhr

Schwere Auswärtsspiele bestreiten die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und der TS Hoykenkamp. Die HSG tritt am Samstag, 16.30 Uhr, beim Tabellenführer TV Dinklage an, die TSH beim heimstarken TV Cloppenburg II.

Schwere, aber durchaus reizvolle Aufgaben müssen die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und der TS Hoykenkamp in ihren vorletzten Spielen des Jahres 2016 lösen. Die HSG ist am Samstag ab 16.30 Uhr in der Halle an der Schulstraße beim Spitzenreiter TV Dinklage gefordert. Die TSH tritt am Sonntag ab 16 Uhr beim TV Cloppenburg II an, dessen Halle ebenfalls an einer Schulstraße zu finden ist.

Nils Pankoke verstärkt Hoykenkamp

Der TS Hoykenkamp ist es gelungen, ein zweites Mal auf ihr Torwartproblem zu reagieren. Nach einigen Gesprächen wurde Trainer Frank Kessler erneut fündig, denn in Nils Pankoke von der HSG Delmenhorst wurde ein weiterer Torhüter verpflichtet. Timo Meier, der vor der Partie gegen den FC Schüttorf (33:26) reaktiviert worden war , da alle vier Stammkeeper verletzt sind, steht aus beruflichen und privaten Gründen nur für die Pflichtspiele zur Verfügung. Der 19-jährige Pankoke spielte in der zurückliegenden Saison noch im A-Jugend-Team der HSG Delmenhorst (Landesliga) und stand im Jahr zuvor in der Oberliga für diese Mannschaft zwischen den Pfosten. Zur Zeit steht er in der Ausbildung zum Bäcker und wird wohl erstmals am 17. Dezember in der Begegnung bei der HSG Osnabrück zum Einsatz kommen.

TSH will Zweiter bleiben

Kessler geht davon aus, dass seine Mannschaft an diesem Sonntag, 11. Dezember, ein heißer Tanz erwartet. Der TVC II ist sehr heimstark. Der Tabellensiebte hat acht seiner elf Punkte auf heimischem Parkett gewonnen. Nur der Spitzenreiter aus Dinklage war an der Schulstraße erfolgreich. Zudem erwartet Kessler, dass sich die Gastgeber mit Aktiven aus ihrem Oberliga-Team (Tabellendritter), das schon am Samstag spielt, verstärken werden. „Doch das muss uns egal sein, wenn wir unseren eigenen Anspruch auf einen Spitzenplatz halten wollen“, sagt er. Die Hoykenkamper möchten ihren zweiten Rang verteidigen. Sie gehen die Partie, nachdem sie zuletzt mit Siegen beim TuS Bramsche (28:27) und gegen Schüttorf überzeugt hatten, durchaus selbstbewusst an. Kessler sieht trotzdem noch Nachholbedarf. „Die Mannschaft muss besonders in der Offensive noch mehr Disziplin an den Tag legen und die Angriffe bei eigener Führung konzentrierter und länger ausspielen, dann kommen die Chancen, die dann aber unbedingt genutzt werden müssen, fast von alleine“, sagt er. Auch daran wurde in der intensiven Vorbereitung gearbeitet. Die TSH wird personell geschwächt in Cloppenburg antreten. Außer den Langzeitverletzten fehlt Philip Rösler (beruflich verhindert). Ob Alexander Kirchhof (angeschlagen) und Daniel Hemmelskamp (krank) mitwirken können, wird sich kurzfristig entscheiden.

Grüppenbühren/Bookholzberg trifft auf beste Abwehr

Nach sieben Spielen ohne Niederlage geht die Mannschaft der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg das Gastspiel beim Tabellenführer an diesem Samstag, 10. Dezember, mit breiter Brust an. „Wir haben im bisherigen Saisonverlauf eindrucksvoll bewiesen, dass die Mannschaft homogener geworden ist und sich bis zur letzten Minute nie aufgibt“, sagt Trainer Sven Engelmann. Er hat seine Spieler in der Vorbereitung vor allem darauf eingestellt, die beste Abwehr der Liga – Dinklage und Schüttorf haben bisher durchschnittlich 24,1 Gegentreffer pro Partie kassiert – zu knacken. Dinklage agiert zumeist in einer 3-2-1-Formation, in der die Spieler bissig und kompromisslos zu Werke gehen. Engelmann, der nur den Einsatz von Alexander Depperschmidt (verletzt) mit einem Fragezeichen versieht, hofft, dass seine Truppe die Angriffe mit großer Laufbereitschaft auf den Punkt ausspielt und die Chancen dann konsequent nutzt. Aber auch das Rückzugsverhalten seiner Spieler wird für den Ausgang der Partie eine große Rolle spielen, denn auch dort dürfen sie sich keine Nachlässigkeiten erlauben. Doch damit nicht genug, denn auch die HSG-Abwehr muss sich in Bestform präsentieren, wenn sie die TVD-Offensive um die wurfgewaltigen Rückraumspieler Christoph Staggenborg und Julian Haskamp im Positionsangriff unter Kontrolle bekommen will.