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Handball-Landesliga Weser-Ems Grüppenbühren/Bookholzberg und Hoykenkamp feiern Siege

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 07.11.2016, 16:17 Uhr

Erfolgreicher Spieltag für die Landesliga-Handballer der TS Hoykenkamp und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Die TSH besiegte die TSG Hatten-Sandkrug II mit 31:19; die HSG war beim FC Schüttorf mit 24:23 erfolgreich.

Der Handball-Landesligist TS Hoykenkamp hat ein Landkreis-Duell in der Weser-Ems-Staffel ohne gelernten Torwart gewonnen. Alexander Kirchhof, sonst vor allem auf Linksaußen im Einsatz, stand bei der Partie gegen die TSG Hatten-Sandkrug II zwischen den Pfosten der gastgebenden TSH. „Alex hat im Zusammenspiel mit einer guten Deckung eine sehr gute Leistung gebracht“, lobte Trainer Frank Kessler nach dem 31:19 (16:9)-Sieg und fügte lachend hinzu: „Das könnte künftig noch eine weitere Alternative sein.“ Große Zufriedenheit herrschte auch bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die nach dem 24:23 (11:10)-Erfolg beim FC Schüttorf seit fünf Spielen unbesiegt ist.

TS Hoykenkamp - TSG Hatten-Sandkrug II 31:19 (16:9). Die TSH-Torhüter Jan-Luca Linde, Karol Menkens und Gregor Kleefeldt sind verletzt, Kay Uwe Paschke ist in der Nacht zum Sonntag Vater geworden – die TSH standen vor dem Derby plötzlich ohne Torwart da. Kirchhof sorgte dafür, dass das nicht zum Problem wurde. Die Hoykenkamper erwischten gegen ein ersatzgeschwächtes TSG-Team, in dem in Simon Idel ein etatmäßiger Torwart im Feld aushalf, einen glänzenden Start. Nach nicht einmal sechs Minuten lagen sie mit 5:0 vorn. Die Gastgeber gaben weiter Vollgas und kamen über ein 15:6 (26.) zum 16:9-Pausenstand. Nach der Pause wechselte Kessler munter durch. Er gab allen Akteuren Spielanteile. Einen Bruch im Spiel seines Teams gab es nicht. Der gute TSG-Torwart Thomas Kuper verhinderte mit tollen Paraden, dass der TSH-Erfolg noch höher ausfiel. „Die Mannschaft hat die Vorgaben weitgehend umgesetzt. Mit dem Durchwechseln kam zwar etwas Unruhe auf, doch das Tempo wurde beibehalten“, sagte der zufriedene TSH-Trainer Kessler. Ein Manko sah er allerdings auch: die Chancenverwertung. „Daran müssen wir weiterhin arbeiten“, erklärte er. TSG-Trainer Hauke Rickels wollte die Partie schnell abhaken. „Nach den Ausfällen durch Verletzung und Krankheit war einfach nicht mehr drin“, sagte er. „Trotzdem werden wir ruhig weiterarbeiten, denn wir wollen auf jeden Fall die Klasse halten.“

FC Schüttorf - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 23:24 (10:11). HSG-Routinier Werner Dörgeloh sicherte seiner Mannschaft den Erfolg. Er erzielte in den letzten zehn Minuten vier seiner acht Tore, darunter den Siegtreffer, und sorgte mit Stefan Buß, der einen Siebenmeter verwandelte, dafür, dass aus einem 19:22-Rückstand noch das 24:23 wurde. „Wir haben in den entscheidenden Situationen mehr Biss und den Willen zum Sieg gezeigt“, lobte HSG-Co-Trainer Andreas Müller.

Aus dem kampfstarken HSG-Team ragten außer Dörgeloh auch die Torwarte Jan-Bernd Döhle und – in den letzten 15 Minuten – Arne Klostermann heraus. Dank ihrer sehr guten Abwehrarbeit lag die Mannschaft von Grüppenbühren/Bookholzberg nach dem 3:3 (13.) zunächst fast ständig vorn, konnte die Gastgeber aber auch nicht abschütteln. Nach der Pause (11:10) verlor die HSG beim 13:13 für ein paar Minuten den Faden und fing sich zudem kurz hintereinander zwei Zeitstrafen ein. Die Schüttorfer nutzten das aus. Sie setzten sich etwas ab (18:14, 41.). Doch die HSG-Spieler steckten nicht auf, beim 19:20 waren sie wieder in Schlagdistanz, kassierten dann aber zwei Treffer in Folge (50.). Doch der starke Dörgeloh und die fast unüberwindbare Abwehr um Torhüter Klostermann, die auch den letzten FCS-Angriff stoppte, drehten die Partie noch. Dörgeloh traf in der Schlussminute zum 24:23. „Die Schüttorfer versuchten, mit dem siebten Feldspieler zum Torerfolg zu kommen, doch meine Mannschaft hat richtig toll verteidigt und so die Punkte festgehalten“, jubelte Müller.

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