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Handball-Landesliga Weser-Ems Hoykenkamp und Grüppenbühren/Bookholzberg punkten

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 24.10.2016, 19:33 Uhr

Erfreuliches Wochenende: Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und der TS Hoykenkamp haben drei Punkte geholt. Die HSG brachte einen Zähler von der Eickener SpVg mit (28:28); die TSH sicherte sich mit einem 34:27-Heimsieg über die HSG Osnabrück zwei Pluspunkte.

Eickener SpVg – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 28:28 (12:16). Bereits 2:26 Minuten vor dem Schlusspfiff warf Albert Brack, überragender Spieler der Gastgeber, mit seinem siebten Treffer das letzte Tor der Partie. Beide Mannschaften vergaben danach noch gute Chancen, sodass es bei der laut HSG-Trainer Andreas Müller, der den Chefcoach Sven Engelmann vertrat, leistungsgerechten Punkteteilung blieb. „Das Spiel hatte am Ende keinen Verlierer verdient“, sagte er: „Ich bin mit dem erkämpften Punkt zufrieden.“ Die HSG hatte das Geschehen lange kontrolliert, war dann Mitte der zweiten Halbzeit aus dem Rhythmus gekommen. Zwischenzeitlich drohten ihr gar die Felle davonzuschwimmen.

Grüppenbühren/Bookholzberg spielte lange stark auf. Die Deckung mit ihrem sicheren Torwart Jan-Bernd Döhle machte den Gastgebern das Torewerfen mehrfach unmöglich. In der Offensive veredelten die HSG-Spieler ihre Ballgewinne mit konzentriertem, disziplinierten Spielaufbau, der ihnen gute Chancen einbrachte. Die meisten davon wurden genutzt. Über ein 5:1 (8.) und ein 10:7 (19) kam das Team zum 16:12 zur Pause. Die Führung hätte sogar noch höher ausfallen können, doch Albert und sein Bruder Michael Brack (6) hielten die Gastgeber mit erfolgreichen Einzelaktionen in Schlagdistanz. Nach dem Seitenwechsel stieg die Fehlerzahl im HSG-Angriff langsam, aber sicher. Eicken bestrafte die Ballverluste und drehte die Partie. Nach dem 26:24 (49.) sah die Spielvereinigung schon wie der Sieger aus. Doch die HSG steckte nicht auf, kämpfte stark und fand auch die spielerische Linie wieder. Marcel Janorschke (27:26, 56.) und Kevin Pintscher brachten sie sogar noch zweimal in Führung. Die Gastgeber konterten aber jeweils. „Wir konnten die Stärken der ersten Halbzeit nicht auf den zweiten Abschnitt übertragen. Dort durchliefen wir eine kleine Durststrecke, die Eicken zu einigen einfachen Toren nutzte“, erklärte Müller.

TS Hoykenkamp - HSG Osnabrück 34:27 (19:13). Schon nach neun Minuten hatte Frank Kessler genug. Der TSH-Trainer nahm eine Auszeit, da seine Mannschaft mit 3:6 zurücklag. In dieser fand er weckende Worte, stellte zudem die Deckung um und gab neue Anweisungen für den Angriff. Das zahlte sich aus. Drei Minuten später warf Hannes Ahrens die TSH zum ersten Mal in Führung (7:6). Fortan kontrollierte das Team die Partie. „Nach der Auszeit haben wir das Spiel schnell in die Hand bekommen und uns mit schnellen und sicher abgeschlossenen Kombinationen auch abgesetzt“, lobte Kessler, der aber auch Schwächen sah: „Die Chancenverwertung bleibt unser Manko. Vor allem nach dem Seitenwechsel hatten wir einige schlampige Phasen dabei.“

Garant für den deutlichen TSH-Erfolg war Torhüter Kay Uwe Paschke, der mit 15 Paraden in wichtigen Situationen der Rückhalt seiner Mannschaft war. Im TSH-Angriff ragten die Rückraumschützen Kyan Petersen, Hergen Schwarting und Sebastian Rabe mit je sieben Toren heraus. Die Hoykenkamper legten nach dem 7:6 vier weitere Treffer nach. Zur Pause (19:13) war mindestens schon eine Vorentscheidung gefallen. In der zweiten Halbzeit gelangen der TSH zwar weiterhin viele gute Kombinationen, phasenweise agierte sie in der Offensive aber auch zu unkonzentriert. Dank Paschke und der guten Arbeit in der Defensive geriet der Erfolg der TSH aber nie in Gefahr.

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