Ein Angebot der NOZ

Handball-Landesliga Weser-Ems HSG Grüppenbühren/Bookholzberg holt den ersten Punkt

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 26.09.2016, 16:38 Uhr

Grund zum Jubeln hatten die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und der TS Hoykenkamp: Die HSG erkämpfte sich durch einen Treffer von Kevin Pintscher kurz vor Schluss zum 27:27 im dritten Saisonspiel den ersten Punkt; die TSH fuhr mit dem 37:24 über die HG Jever/Schortens den ersten Heimsieg ein und weist nun 4:2 Zähler auf.

 TuS Bramsche - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 27:27 (15:14). Die HSG bewies tolle Moral. Mit unbändigem Kampfgeist machte sie zunächst einen 23:26-Rückstand (55. Minute) wett und ließ sich dann auch vom 27. Treffer der Gastgeber nicht beirren. Die Schiedsrichter zeigten während des letzten HSG-Angriffs schon das Warnzeichen für passives Spiel. Kevin Pintscher fasste sich ein Herz, setzte sich energisch durch und traf zum Ausgleich. Mit einer offensiven Deckung verhinderte das Team in den letzten neun Sekunden einen weiteren Wurf der Bramscher.

Die HSG fand schwer in die Partie (1:4, 9.). Sie hatte Probleme in der Defensive und bei der Chancenverwertung. In der Abwehr übernahm dann Tobias Sprenger die Verantwortung und organisierte den Verband sehr gut. Darauf aufbauend wurde die HSG immer stärker. Nach der Pause (14:15) stand die Deckung noch sicherer und das schnelle Umschalten in den Angriff klappte ausgezeichnet. Mitte der zweiten Halbzeit lag Grüppenbühren/Bookholzberg mit 23:20 vorn. Doch dann fing sich Sprenger seine dritte Zeitstrafe ein (47.), sodass er nicht mehr mitwirken konnte. Das führte zu einem Bruch im Spiel der Gäste. Die Bramscher warfen den 26:23-Vorsprung heraus. Doch die HSG gab sich nicht geschlagen. In der Defensive riss Alexander Depperschmidt seine Mitspieler mit. Das Team kämpfte um jeden Ball und wurde schließlich belohnt. „Meine Mannschaft hat nie aufgegeben“, lobte HSG-Trainer Sven Engelmann. „Wenn wir über die erste und zweite Welle mehr Druck gemacht hätten, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Doch auf diese Leistung können wir aufbauen.“

 TS Hoykenkamp - HG Jever/Schortens 37:24 (18:10). 40 starke Minuten reichten der TS Hoykenkamp, um einen deutlichen Heimsieg und damit den zweiten Saisonerfolg einzufahren. Im ersten Drittel der Partie wirkten die TSH-Spieler nicht konzentriert genug. TSH-Trainer Frank Kessler nahm bereits nach zwölf Minuten eine Auszeit, um sein Team, das mit 5:7 zurücklag, neu einzustellen. Das gelang. Beim 7:8 (19.) lagen die Gastgeber zum letzten Mal hinten. Dann gaben sie Gas, warfen innerhalb von vier Minuten fünf Tore in Folge. Großen Anteil daran, dass die TSH zur Pause (18:10) schon auf die Siegerstraße eingebogen war, hatte Torwart Karol Menkens mit etlichen starken Paraden.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Hoykenkamper, die mit guter Deckungsarbeit und durchdachten Spielzügen überzeugten, nie auch nur leise Zweifel an ihrem Erfolg aufkommen. Kessler war hochzufrieden. „Wir haben zwar schwer ins Spiel gefunden, doch die Mannschaft hat sich im Verlauf der ersten Hälfte stabilisiert und den Gegner ab der 20. Minute beherrscht“, sagte er. „Auch im zweiten Abschnitt gab es keinen Einbruch, obwohl ich durchgewechselt habe. Das einzige Manko in diesem Spiel war die Chancenverwertung, denn wir haben noch zu viele klare Möglichkeiten liegengelassen. Doch daran werden wir weiter arbeiten und versuchen, diesen Mangel möglichst schnell abzustellen.“