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Handball-Landesliga Weser-Ems TS Hoykenkamp feiert den ersten Saisonsieg

Von Heinz Quahs, Heinz Quahs | 19.09.2016, 15:01 Uhr

Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg warten auch nach dem zweiten Spieltag in der Landesliga Weser-Ems auf einen Sieg. Am Sonntag verloren sie bei der HSG Osnabrück mit 25:30 (13:14). Die TS Hoykenkamp hat dagegen am Samstag den ersten Erfolg eingefahren. Sie war beim TV Georgsmarienhütte mit 35:29 (18:11) erfolgreich.

HSG Osnabrück - HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 30:25 (14:13). Die HSG stellte – wie schon bei der 29:30-Heimniederlage gegen den TvdH Oldenburg II am Vorwochenende – ihr Können nur phasenweise unter Beweis. „Es gab vor dem Spiel klare Vorgaben für die Akteure, doch diese wurden besonders in der Anfangsphase, aber auch im gesamten Spielverlauf nicht konsequent umgesetzt. Allein in den ersten drei Minuten kassierten wir nach drei technischen Fehlern im Angriff gleich drei schnelle Gegentore, ehe wir langsam aufwachten“, sagte Andreas Müller, der HSG-Cheftrainer Sven Engelmann auf der Bank vertrat: „Gegen diese schnelle Mannschaft muss man 60 Minuten lang hellwach sein, wenn man etwas mitnehmen will. Das ist uns nicht gelungen. So haben wir uns trotz guten kämpferischen Einsatzes am Ende wieder einmal nicht belohnt.“

Außer den technischen Fehlern erwiesen sich die Chancenverwertung und das Rückzugsverhalten als Manko im Spiel von Grüppenbühren/Bookholzberg. Dank ihrer guten Deckungsarbeit und dem großen kämpferischen Einsatz hielt die Mannschaft um den starken Torwart Arne Klostermann die Partie aber lange offen. In der ersten Halbzeit machte sie aus einem 6:9 (19. Minute) ein 10:10 (23.). Nach der Pause (13:14) verschlief das Landkreis-Team erneut die ersten Minuten, geriet mit 14:18 ins Hintertreffen. Mehrfach war es dann zwar drauf und dran, eine Wende einzuleiten. Vor allem nach dem Treffer zum 19:21 (44.), den Stefan Buß per Tempogegenstoß erzielte, war noch vieles möglich. Doch immer wieder warf ein ärgerlicher Ballverlust oder eine vergebene klare Chance (u. a. zwei Siebenmeter) die Müller-Sieben zurück. Die cleveren Osnabrücker nutzten jeden Patzer aus und kamen nach schnellen Kombinationen vor allem durch ihren zehnfachen Torschützen, Rückraumspieler Julian Jenner, zu einfachen Toren, mit denen sie sich den Heimsieg sicherten.

TV Georgsmarienhütte - TS Hoykenkamp 29:35 (11:18). Die TSH präsentierte sich im Vergleich zur Auftaktniederlage gegen den TV Dinklage (21:31) zwar verbessert, richtig überzeugen konnte die Mannschaft ihren Trainer Frank Kesseler aber nicht. „Es war ein wichtiger Erfolg in einem guten Spiel, das wir über weite Strecken auch dominierten. Doch es gab immer wieder kleine Auszeiten, die der Gegner sofort zu meistens recht einfachen Toren nutzte“, sagte er. Die achtfachen Torschützen Hergen Schwarting und Kyan Petersen waren die herausragenden TSH-Spieler.

Die Hoykenkamper brauchten einige Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Dann setzten sie sich vom 8:6 (17.) bis zur Pause auf 18:11 ab. Entschieden war das Spiel aber noch nicht, denn die TSH leistete sich einige überhastete Würfe und verlor die Disziplin im Spielaufbau. Die kampfstarken Gastgeber kamen bis auf 19:23 heran (43.). Dann steigerte sich die Hoykenkamper Abwehr. Mit ihren Ballgewinnen holten sich die TSH-Spieler die Sicherheit für ihre Offensivaktionen zurück. Sebastian Rabe beseitigte mit einem verwandelten Siebenmeter zum 28:22 (49.) die Zweifel am Erfolg. Der TVG steckte zwar nicht auf, war letztlich aber chancenlos. „Das war kein einfacher Erfolg, denn neben den langzeitverletzten fehlte auch Nico Skormachowitsch aus beruflichen Gründen. Doch alle Spieler haben diese Lücken sehr gut ausgefüllt und so zum Sieg beigetragen. Trotzdem müssen wir weiter an unserer Konzentration arbeiten“, sagte Kessler.

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