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Handball-Landesliga Weser-Ems TS Hoykenkamp verliert gegen den MTV Aurich

Von Heinz Quahs | 05.11.2018, 17:31 Uhr

Die Landesliga-Handballer der TS Hoykenkamp und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bleiben im unteren Bereich der Tabelle der Weser-Ems-Staffel. Am achten Spieltag 2018/19 verlor die TSH ihr Heimspiel gegen den MTV Aurich mit 29:34, die HSG spielte zu Hause gegen den TV Dinklage 25:25.

 TS Hoykenkamp - MTV Aurich 29:34 (10:14). Den Hoykenkampern gelang es nicht, die schwächere erste Halbzeit im Schlussspurt noch wettzumachen. In den ersten 30 Spielminuten leistete sich das Team von Hans-Georg Ahrens, der den erkrankten TSH-Coach Lutz Matthiesen vertrat, nach dem Treffer zum 8:7 (21.) viele Ballverluste, die von den Aurichern mit Gegenstoßtoren bestraft wurden, mit denen sie die Führung übernahmen. Vor allem die TSH-Außen zeigten im Abschluss Schwächen. Treffer von Kreisläufer Andre Thode und der Rückraumspieler Colin Hörner und Sebastian Rabe und die starke Leistung von Torwart Gregor Kleefeldt waren dafür verantwortlich, dass die Partie zur Pause noch nicht entschieden war (10:14).

Im zweiten Abschnitt gab es einige Aufreger aufseiten der Hausherren, die sich durch neun Zeitstrafen doch stark benachteiligt fühlten. Das TSH-Team kam weiter nicht richtig in Schwung. Der Rückstand wuchs bis auf 14:22 (40.) an. Dann zeigte Hoykenkamp aber gute Moral. Rabe agierte in der Deckung fortan als Vorgezogener, das störte den Spielfluss des MTV erheblich. Dann mussten allerdings drei TSH-Akteure nacheinander auf die Bank, die Gastgeber standen nur noch mit drei Feldspielern auf dem Platz. Aurich nutzte die Überzahl, setzte sich bis auf 28:19 ab (50.). Als dann Jan-Luca Linde einen Strafwurf der Gäste hielt, war das noch ein Weckruf für Hoykenkamp. Mit großem Einsatz kämpfte sich das Team heran, auch wenn es weitere Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen musste. Rabe, mit 13 Toren (zwei Siebenmeter) erfolgreichster Werfer seines Teams, und Hannes Ahrens (3) zeigten noch einmal ihre Torjägerqualitäten. Doch letztlich hatten die Gäste immer wieder eine Antwort auf Treffer der Hausherren. Der verletzte Hergen Schwarting zeigte sich mit der Leistung seines Team nur wenig zufrieden. „Wenn wir in der ersten Hälfte konzentriert weitergespielt und über Außen die klaren Chancen genutzt hätten, wäre die Partie vielleicht spannend geworden“, sagte er: „Der kämpferische Einsatz unseres Teams bis zum Schlusspfiff hat mit aber gut gefallen. Darauf kann man aufbauen.“

 HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - TV Dinklage 25:25 (14:10). Nach einer sehr intensiv geführten Begegnung musste sich die HSG, die eine starke erste Halbzeit gespielt hatte, mit einem Remis begnügen, das Trainer Andreas Müller nicht ganz zufrieden stimmte. „Die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte nicht ganz die Marschroute eingehalten, die ich vorgegeben hatte“, sagte er. Geärgert haben sich die Gastgeber zudem über einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichter, die sich vornehmlich gegen sie richteten. „So waren wir in der zweiten Hälfte gefühlt fast immer in Unterzahl. Das haben die Gäste konsequent ausgenutzt“, sagte Müller. Allerdings hatte sich die Müller-Truppe auch in einigen Phasen nicht wirklich im Griff, denn die Kommentare weniger Spieler kamen zur Unzeit, da Dinklage in dieser Phase die entscheidenden Treffer in einer Aufholjagd setzte.

Vor der Pause lief alles nach Wunsch für die HSG. Sie nahm Gäste-Spielmacher Kim Pansing in Manndeckung, der Dinklager Angriff kam daher nur schwer in Schwung. Allerdings gelang es den körperlich starken TVD-Spielern immer wieder, sich mit Einzelaktionen durchzusetzen. Nach ausgeglichenem Beginn kam mit der Einwechslung von Kevin Pintscher mehr Druck in das Angriffsspiel der HSG. Er warf die beiden Tore zum 8:6 (15.). Drei Treffern in Folge von Marcel Biedermann brachten den Bookholzbergern dann das 13:8 (27.). Nach der Pause (14:10) agierte die Dinklager Deckung wesentlich offensiver. Die HSG-Angreifer verzettelten sich häufiger in erfolglosen Einzelaktionen. Die Partie kippte, die HSG geriet mit 17:19 in Rückstand (46.) Doch sie kämpfte sich ins Spiel zurück, auch dank starker Paraden von Torwart Jan-Bernd Döhle. Biedermann warf schon vier Minuten vor dem Abpfiff per Strafwurf das 25:25. „Wir haben uns für unser kämpferisch starkes Spiel am Ende nicht belohnt. Dabei ist unser Konzept, den gegnerischen Spielmacher von Beginn an in kurze Deckung zu nehmen, voll aufgegangen“, sagte Müller: „Wir haben in der Schlussphase sehr gut verteidigt und uns so noch den einen, wichtigen Zähler erkämpft.“