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Handball-Landesligen der Frauen HSG Delmenhorst verliert zum dritten Mal in Folge

28.11.2017, 00:23 Uhr

Kantersieg für die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Mit einem 39:25 bei der HSG Wilhelmshaven II ist die Mannschaft von Harald Logemann in der Landesliga Weser-Ems in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Bremen-Staffel

Delmenhorst – TSV Bremervörde 23:27 (10:14). Nach zuvor zwei Niederlagen hatten sich die Gastgeberinnen im bereits letzten Spiel dieses Jahres vorgenommen, noch einen Sieg einzufahren – doch am Ende stand verdient die dritte Niederlage in Serie. Dabei lief es zunächst noch gut, als Delmenhorst mit 7:3 führte. Doch schlichen sich bei der HSG immer mehr Fehler ein. Die Deckung wurde löchriger, im Angriff wollte der Ball nicht mehr ins Tor. Die Folge: Der TSV Bremervörde machte aus seinem Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeitpause eine Vier-Tore-Führung. Delmenhorst zeigte nach der Pause zwar Kampfgeist, doch es gelang der HSG nicht, den Rückstand zu verkürzen. Die Mannschaft hat nun bis zum 13. Januar Spielpause, in der die Mannschaft der Trainer Stefan Neitzel und Ingo Renken sich mit konzentrierter Arbeit auf den zweiten Teil der Saison vorbereiten möchte.

Weser-Ems-Staffel

HSG Wilhelmshaven II - Grüppenbühren/B. 25:39. Nach einem schwachen Start hatte Grüppenbühren/Bookholzberg leichtes Spiel, denn die Gastgeberinnen spielten praktisch mit dem letzten neunköpfigen Aufgebot und konnten nur bis Mitte der ersten Hälfte mithalten. Bis dahin bekleckerte sich Grüppenbühren/Bookholzberg auch nicht gerade mit Ruhm. Denn im Angriff ließ man noch einige gute Möglichkeiten ungenutzt und auch die Defensive schien noch nicht wirklich im Spiel zu sein. Die Absprachen stimmten überhaupt nicht, sodass die einzige torgefährliche Wilhelmshavener Spielerin, Isabel Freudenberg, in der Anfangsphase allein zu sieben zum Teil recht einfachen Treffern kam. Eine frühe Auszeit von Logemann sorgte zwar im Angriff für mehr Tempo und Druck auf die gegnerische Deckung, doch legten die Jadestädterinnen in schöner Regelmäßigkeit weitere Tore nach und blieben bis zum 8:11 (18.) immer noch auf Tuchfühlung.

Dann nahmen die Ballverluste der Gastgeberinnen aber zu, auch weil die HSG-Deckung nun energischer in die Zweikämpfe ging und über die erste und zweite Welle einfache Kontertore warf. Dazu setzte Spielmacherin Jana Folkerst ihre Nebenspielerinnen geschickt in Szene. Über 17:11 (Pause), 20:14 (35.) und 19:18 (46.) fuhren die Gäste so ihren hohen Sieg ein. Neben Folkerts überzeugten auch die starke Wiebke Möller, Jana Meenen und Katja Hammler mit Toren vom Kreis sowie die Außen Fiona Oekermann und Nane Steinmann.

Nicht ganz zufrieden war Logemann mit der Vorstellung seines Teams: „Wir hatte zu Beginn des Spiel einige Abwehrprobleme mit der gegnerischen Haupttorschützin Freudenberg und auch im weiteren Verlauf des Spiels fehlte manchmal das energische Zupacken in den 1:1-Situationen. Jedoch haben meine Mädels die Situation prima gelöst, denn das Tempo wurde permanent hoch gehalten und so kamen wir zu vielen einfachen Toren. Wichtig waren jedoch die zwei Punkte, um die Talfahrt stoppen zu können.“

TV Neerstedt – SV Höltinghausen 34:26. Gegen das Schlusslicht tat sich der TV Neerstedt lange schwer. Nach einem guten Start inklusive 8:2-Führung folgte eine lange Schwächephase, wohl auch deshalb, weil es viele Wechsel gab. Das führte zu einem Bruch im Spiel der Gastgeberinnen. Zur Pause hatte Höltinghausen ausgeglichen (13:13) und war direkt nach dem Seitenwechsel sogar in Führung gegangen. Erst dann besann sich der TVN wieder auf seine Stärke und baute ab der 41 Minute den Vorsprung kontinuierlich aus. Neerstedt gewann am Ende zwar klar, doch der TVN musste mehr kämpfen, als es das Ergebnis vermuten ließ.