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Handball-Oberliga 26:34 – HSG Delmenhorst vergibt zu viele Chancen

Von Heinz Quahs | 18.10.2015, 18:58 Uhr

Die Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr Oberliga-Heimspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz mit 26:34 (15:16) verloren. Vor 370 Zuschauern präsentierte sich der Aufsteiger gegen den Titelfavoriten nach zuletzt zwei herben Klatschen wieder in einer deutlich verbesserten Verfassung.

Sie hielten lange Zeit gut mit, sie gaben auch in der Schlussphase bei einem hohen Rückstand nie auf, doch am Ende war der Titelfavorit doch eine Nummer zu groß: Die Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr Oberliga-Heimspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz am Ende klar mit 26:34 (15:16) verloren. Vor 370 Zuschauern zeigte sich der Aufsteiger nach zwei herben Klatschen aber wieder in einer deutlich verbesserten Verfassung. Diesen Umstand nahm auch Delmenhorsts Spielertrainer Andree Haake trotz der vierten Niederlage zufrieden zur Kenntnis. „Mein Team hat Moral gezeigt und unsere Fans haben uns toll unterstützt.“

Über den Grund für die Niederlage musste Haake nicht lange philosophieren: Sie lag an der schlechten Chancenverwertung seiner Mannschaft, oder – anders formuliert – an den tollen Paraden von Barnstorfs Torwart Donotas Biras. „Er hatte in den entscheidenden Phasen etwa bei unseren Tempogegenstößen immer eine Hand am Ball. Deshalb hat er so einige klare Chancen von uns, in denen wir den Rückstand noch hätten verkürzen können, mit tollen Aktionen zunichte gemacht“, bilanzierte Haake.

HSG Delmenhorst kommt gut in die Partie

In dem intensiv geführten Spiel gingen die Gastgeber von Beginn an engagiert zur Sache. Mit einer bissigen und konzentrierten Deckung ließ Delmenhorst den starken gegnerischen Rückraum um Spielmacher Kamil Chilinsky kaum einmal richtig zur Geltung kommen. Doch die Gäste machte es ihrem Gegner auch phasenweise etwas zu leicht. Denn in einigen Angriffen gab es einfache Ballverluste, die von der Haake-Sieben gut genutzt wurden. So sorgte Kreisläufer Christopher Hartwig für viel Unruhe in der gegnerischen Deckung. Auch der Rückraum um Goalgetter Benjamin Janssens und Jörn Janßen konnte sich wiederholt erfolgreich durchsetzen.

So überraschten die Hausherren nach ausgeglichenem Beginn die Gäste mit variablen und schnellen Kombinationen und kamen immer wieder erfolgreich zum Abschluss. Die erste Zwei-Tore-Führung zum 6:4 (8.) durch Philipp Freese konnte Delmenhorst bis zum 9:8 halten, doch es wurden schon einige klare Chancen ausgelassen. Bis dahin waren es vornehmlich die Treffer von Chilinsky, die die Gäste noch auf Tuchfühlung hielten. Erst nach dem 10:10-Ausgleich (18.) wurde der Druck der Gäste größer. Mit schnellen Kombinationen setzte sich Barnstorf/Diepholz nun energischer durch, doch selbst eine Zwei-Tore-Führung der Rieken-Sieben brachte Delmenhorst bis zur Pause noch nicht aus der Ruhe.

HSG Delmenhorst mit Pech im Abschluss

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Delmenhorster zunächst noch auf Augenhöhe, doch ab Mitte der zweiten Halbzeit fehlte ihnen dann auch das nötige Quentchen Glück. Denn die Würfe frei vor dem Gäste-Kasten parierte Biras bravourös. Barnstorfs Torwart sorgte so dafür, dass die Gäste diese Ballgewinne zu einfachen Toren nutzten und sich von 22:20 (42.) auf 24:20 (46.) und später 28:21 (52.) absetzten.

Die Delmenhorster gaben sich zwar nie geschlagen, mit kämpferischem Einsatz versuchten sie weiterhin dagegenzuhalten. Doch auch durch verschiedene Abwehrvarianten der Gastgeber ließ sich Barnstorf nicht mehr aus der Spur bringen und siegte am Ende recht deutlich.

Barnstorfs Trainer Dag Rieken traut HSG Delmenhorst „eine gute Rolle“ zu

Gäste-Coach Dag Rieken freute sich über die gewonnenen Punkte: „In diesem unterhaltsamen Spiel hatten wir in der ersten Hälfte einige Probleme, weil wir den Ball zu nachlässig gespielt haben. Nach dem Seitenwechsel standen mir mehr Wechseloptionen zur Verfügung und so konnten wir den Vorsprung ausbauen. Das Team von Andre Haake habe ich genau so stark erwartet, auf die Ergebnisse der vergangenen Wochen habe ich weniger geschaut. Deshalb glaube ich, dass Delmenhorst in den nächsten Partien eine gute Rolle spielen wird.“