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Handball-Oberliga der Frauen HSG Hude/Falkenburg – erst Heimsieg, dann Bayernzelt

Von Daniel Niebuhr | 04.11.2018, 22:02 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg feiern einen wichtigen Sieg gegen den FC Schüttorf. Analysiert wird der Erfolg beim Frühschoppen auf dem Freimarkt.

Der Trainer musste als erster die Segel streichen. Während die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg ihr 29:21 (14:8) gegen den FC Schüttorf am Sonntagmittag konzentriert im Bayernzelt aufarbeiteten, war Dean Schmidt schon wieder auf dem Weg vom Bremer Freimarkt ins Bett. „Ich bin etwas zu krank für Frühschoppen“, erklärte er.

Weil gute Laune ja bei der Genesung helfen soll, hat ihm der Abend zuvor vermutlich trotzdem gutgetan. Seine Oberliga-Mannschaft, die sich in den vergangenen Wochen durch schwache Leistungen selbst aus dem Kreis der Spitzenteams befördert hatte, hat sich produktiv abreagiert und gegen die Schüttorferinnen einen Sieg geholt, der ein Befreiungsschlag werden könnte. Elf verschiedene Spielerinnen warfen Tore, nicht nur deshalb meinte Schmidt: „Das war eine gute Vorstellung.“ Was die auswärts noch immer punktlosen Schüttorferinnen etwas anders sahen: „Ein gebrauchter Samstag“ befanden sie kurz und schmerzlos auf ihrer Facebookseite.

Es hatte am Samstag genau neun Minuten und 44 Sekunden gedauert, bis am Huder Bach alle wussten, dass Hude/Falkenburg die Wiedergutmachung ziemlich ernst meinte. 6:1 führten die Gastgeberinnen da schon, viel näher kamen die Gäste bis zum Ende auch nicht mehr, auch wenn sie zwischenzeitlich vier verschiedene Huderinnen in kurze Deckung nahmen. „Wir haben viel probiert, trotzdem war der Sieg nie in Gefahr“, sagte Schmidt.

In den kommenden vier Wochen warten auf sein Team vier Gegner aus der unteren Tabellenhälfte, eine Serie bis zum Jahresende ist durchaus vorstellbar. „Ich sehe uns zwischen Platz vier und sechs“, sagte Schmidt. „Wichtig ist, dass wir eine Philosophie etablieren.“