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Handball-Oberliga der Frauen Wiebke Kieler rettet einen Punkt für den TV Neerstedt

Von Heinz Quahs | 09.12.2018, 18:49 Uhr

Neerstedt Die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt holen bei der SG Findorff einen Punkt, der im Abstiegskampf noch Gold wert sein kann.

Zum ersten Mal in ihrer kurzen Oberliga-Geschichte haben die Handballerinnen des TV Neerstedt Unentschieden gespielt, das 24:24 (11:14) bei der SG Findorff am Samstagabend fühlte sich aber wie ein Sieg an. „Die Mannschaft eine geschlossen gute Leistung gezeigt und nie aufgegeben. Besonders die Abwehr hat sich im Laufe des Spiels gesteigert“, sagte Neerstedts Trainer Maik Haverkamp.

Seine Mannschaft hatte über den Großteil der Spielzeit zurückgelegen, wenn auch nie höher als mit vier Toren. Torhüterin Sina Huntemann hielt das Team mit guten Paraden im Spiel. Nach dem 11:14 zur Pause schien die Partie beim Stand von 15:19 elf Minuten vor Schluss schon beinahe verloren zu sein. Mit drei Toren in Folge durch Agnieszka Blacha, Delia Mathieu und Kirsten Kurok zogen die Gäste nach dem 17:20 auf 20:20 gleich. Sechs Minuten vor Schluss warf Nadja Albes mit dem 22:21 die einzige Neerstedter Führung heraus.

In der Schlussminute geriet Neerstedt erneut mit 23:24 in Rückstand. Mit einer energischen Einzelleistung warf Wiebke Kieler 16 Sekunden vor dem Ende – nach einer Auszeit – doch noch den Ausgleich. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem zwei Punkte durchaus drin gewesen wären“, sagte Haverkamp, der das Remis „am Ende aber doch verdient“ fand. Er ärgerte sich aber über drei vergebene Siebenmeter. Dafür bekam sein Team keine Zeitstrafe. Findorffs Torjägerin Madita Woltemade sah nach Ablauf der Zeit noch die Rote Karte. Der Vorsprung der Neerstedterinnen auf die Abstiegsplätze verringerte sich auf drei Punkte.