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Handball-Oberliga der Männer TV Neerstedt tritt bei der HSG Barnstorf/Diepholz an

Von Lars Pingel | 27.10.2016, 21:55 Uhr

Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt treten an diesem Freitag, 20 Uhr, bei der HSG Barnstorf/Diepholz an. Ihr Trainer Jörg Rademacher sieht sein Team bei Meisterschaftsfavoriten als „absoluten Außenseiter“.

Der Blick zurück, hilft bei der Vorbereitung auf die nächste Aufgabe. „Jetzt sind wir dort, wo wir hingehören: im Mittelfeld“, hatte Jörg Rademacher, Trainer der Oberliga-Handballer des TV Neerstedt nach dem 26:25-Heimsieg über die SG Bremen/Hastedt am vergangenen Samstag gesagt. Dieser Erfolg und die Pluspunkte drei und vier nahmen seiner Mannschaft viel Druck vor dem Gastspiel bei der HSG Barnstorf/Diepholz an diesem Freitag (20 Uhr, Halle Mühlenstraße in Diepholz), sagte er dann am Donnerstag.

TVN steht nicht unter Druck

Mit 4:6 Zählern kann der TVN deutlich gelassener zum Meisterschaftsanwärter (7:3) fahren, der sich am Vorwochenende mit dem 27:29 bei der SG Achim/Baden die erste Niederlage der Saison 2016/2017 eingefangen hatte. „Die HSG muss gewinnen, wenn sie den Anschluss an die Spitzenteams halten möchte“, erklärte Rademacher. „Die Niederlage gegen Achim/Baden könnte sich für uns also als negativ erweisen, denn das Team wird alles daran setzen, zu Hause nicht wieder vor den Baum zu fahren.“ Anders ausgedrückt: Beim Tabellendritten nimmt niemand mehr das Heimspiel gegen den TV Neerstedt auf die leichte Schulter.

Neerstedter wollen sich teuer verkaufen

Das bestätigt Rademacher in seiner Einschätzung über die Rollenverteilung nur noch mehr. „Wir sind der totale Außenseiter“, sagt er. „Man muss doch nur die Mittel, die der Gegner hat, mit unseren vergleichen“, erklärt der TVN-Trainer. „Wir haben nicht die Leistungsstärke und nicht die Breite in unserem Kader.“

Der TVN tritt zudem nicht in Bestbesetzung an. Jan Busse (verhindert) und Eric Linngroen, dem wegen einer Fußverletzung eine längere Zwangspause droht, fehlen. „Wir haben überhaupt nichts zu verlieren, wollen uns aber teuer verkaufen“, folgert Rademacher. „Wir fahren nach Diepholz, um die HSG so lange wie möglich zu ärgern.“ Wenn dann „alles, aber wirklich alles, stimmt, ist für uns vielleicht auch etwas mehr drin.“