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Handball-Oberliga Erster Matchball für die HSG Delmenhorst

Von Klaus Erdmann | 29.04.2017, 10:31 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst gastieren bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen – und können den Klassenerhalt klarmachen.

In der Schwaneweder Halle der Heideschule wartet auf die abstiegsbedrohten Handballer der HSG Delmenhorst am Samstagabend der erste Matchball. Sollten die Schützlinge des Trainerduos Andre Haake/Werner Rohlfs bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen einen Sieg landen, befände sich der Oberliga-Klassenverbleib in trockenen Tüchern. Dem Gast wäre dann der elfte und viertletzte Platz, den er zur Zeit innehat, nicht mehr zu nehmen. Das Spiel beim Achten der Tabelle beginnt um 19.30 Uhr.

Im Falle einer Niederlage oder eines Unentschiedens würde – vorausgesetzt der einen Rang und drei Zähler ungünstiger postierte Elsflether TB erreicht gegen die HSG Barnstorf/Diepholz einen Sieg oder eine Punkteteilung – die Entscheidung vertagt werden. Zum Finale der Saison 2016/17 erwarten die Delmenhorster am Samstag, 6. Mai, 19.30 Uhr, mit dem TV Bissendorf-Holte die aktuelle Nummer vier.

Respekt vor Keeper Sommerfeld

Die Gäste hoffen natürlich, dass bereits am Samstag Grund zum Feiern besteht. „Wir wollen es unbedingt schaffen“, unterstreicht Haake. Der Spielertrainer weiß jedoch, dass es sich nicht um eine leichte Aufgabe handelt. Schwanewede/Neuenkirchen verfügt mit 23:25 Punkten und 621:627 Treffern über ein fast ausgeglichenes Konto. Haake äußert sich insbesondere über die Defensive des Gegners positiv, wobei er für Schlussmann Daniel Sommerfeld ein Extralob parat hält: „Er gehört zu den Top-3-Torhütern der Liga und hält im Schnitt 40 Prozent. Er kann auch schon mal ein Spiel alleine gewinnen.“ Seine Mannschaft dürfe Sommerfeld nicht warm werfen. Elf der 23 Punkte sammelten die Hausherren vor eigenem Anhang.

Training läuft nicht optimal

Nach dem 33:28 (15:10) gegen den Tabellenzehnten TSV Bremervörde, das die Handball-Spielgemeinschaft am letzten Samstag in der Stadionhalle bejubelte, verliefen die Trainingseinheiten während der Woche nicht nach Plan. „Krankheitsbedingt haben einige Spieler gefehlt“, bedauert Haake. So sei eine optimale Vorbereitung auf die Aufgabe am Samstag nicht möglich gewesen. „Aber das zählt alles nicht. Wir müssen die Wehwehchen beiseiteschieben“, sagt der Übungsleiter mit Nachdruck.

An das Hinspiel hat der Gast gute Erinnerungen, denn am 19. Januar setzte er sich gegen Schwanewede/Neuenkirchen mit 31:29 (13:14) durch. Im Lager der Delmenhorster hoffen sie, dass dieses Ergebnis ein gutes Omen für die zweite Begegnung ist.

Der Elfte der Oberliga Nordsee muss weiterhin auf Dominik Ludwig und Christopher Hartwig verzichten. Der spielende Coach Haake wünscht sich, dass es keine weiteren Ausfälle gibt. „Ich hoffe, dass alle auf die Zähne beißen“, sagt er. Wer in der Halle der Heideschule neben den Langzeitverletzten nicht zur Verfügung steht, vermochte der Trainer im Vorgespräch noch nicht zu sagen: „Wer auflaufen kann, werden wir kurzfristig entscheiden.“