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Handball-Oberliga Frauen Ashley Butler rettet HSG Hude/Falkenburg einen Punkt

Von Richard Schmid | 11.12.2016, 22:58 Uhr

Die HSG Hude/Falkenburg hat sich am Sonntag gegen die HSG Phoenix ein 23:23 (9:12) erkämpft. Ashley Butler warf 39 Sekunden vor Schluss den Ausgleich.

„Vor dem Hintergrund der ganzen Rückschläge in der letzten Woche geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte der Trainer der Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, Dean Schmidt, nach dem etwas glücklichen 23:23 (9:12) im Oberligaspiel gegen die HSG Phoenix Bassum/Twistringen/Syke. Die Gastgeberinnen mussten erhebliche Nackenschläge verkraften: Wichtige Stammspielerinnen wie Torfrau Karen Tapkenhinrichs sowie Saskia Petersen fehlten verletzt. Janna Müller, so Schmidt, stehe aus persönlichen Gründen generell nicht mehr zur Verfügung: „Eine erhebliche Schwächung.“ Zudem fehlten weitere wichtige Aktive wie Torhüterin Katharina Woltjen, sodass im letzten Heimspiel dieses Jahres nur ein Rumpfteam zur Verfügung stand.

Torfrau Hiske Poppe-Jacobi ragt heraus

Nach durchwachsenem Beginn schlichen sich sowohl im Aufbau als auch in der Abwehr der HSG-Handballerinnen immer mehr Fehler ein. Das Team konnte sich bei der für die Stammtorhüterinnen eingesprungenen Torfrau der zweiten Mannschaft, Hiske Poppe-Jacobi, dafür bedanken, nicht schon frühzeitig deutlich in Rückstand geraten zu sein. Mit ihren Paraden hielt sie das Team im Spiel. „Das war eine bärenstarke Leistung“, zollte Schmidt ihr ein Extralob.

HSG Hude/Falkenburg vergibt viele Chancen

Im HSG-Angriff lief nicht viel zusammen. Fehlwürfe kennzeichneten die Angriffsbemühungen der Gastgeberinnen. Allein Svenja Stapoisky vergab in der ersten Hälfte vier hochkarätige Möglichkeiten, als sie auf der linken Angriffsseite freigespielt wurde und es nicht verstand, den Ball im Gehäuse der Gäste unterzubringen. Mit dem Halbzeitstand von 9:12 war die HSG noch gut bedient.

Auch in der zweiten Hälfte fanden die Gastgeberinnen nur schwer ins Spiel. Zwar kämpfte sich Hude/Falkenburg immer wieder heran; vor allem die beste Feldspielerin, Jessica Galle, war von der gegnerischen Abwehr nur schwer in den Griff zu bekommen. Doch es sollte bis zur 54. Minute dauern, ehe auf der Spielstandsanzeige ein 21:21 aufleuchtete.

Trainer Schmidt bemängelt Wurfquote

Wer von den etwa 60 Zuschauern nun geglaubt hatte, dass das Heimteam die inzwischen auch konditionell abbauenden Gäste aus dem Landkreis Diepholz im Griff hätte, sah sich getäuscht. Immer wieder machten individuelle Fehler im Torabschluss ein besseres Ergebnis zunichte. Nach 59:02 Minuten gelang der HSG Phoenix der Führungstreffer zum 23:22. Doch zum Glück für die Schmidt-Sieben erzielte Ashley Butler nach 59:21 Minuten den Ausgleich zum 23:23. „Wir waren sowohl in der Abwehr als auch im Torabschluss vor allem in Halbzeit eins viel zu unkonzentriert. Diese Hypothek haben wir das ganze Spiel über mit uns rumgeschleppt“, so das Resümee von Schmidt.