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Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg feiert 36:18-Heimsieg über Elsfleth

Von Richard Schmid | 10.09.2017, 18:41 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben einen souveränen Heimsieg gefeiert: Sie bezwangen den Elsflether TB mit 36:18 (18:6).

Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Samstagabend gegen ihre in jeder Hinsicht überforderten Oberliga-Konkurrentinnen des Elsflether TB einen souveränen 36:18 (18:6)-Heimsieg gefeiert. Mit diesem Ergebnis waren die Gäste noch gut bedient. Denn, wenn überhaupt etwas am Spiel der Gastgeberinnen zu kritisieren war, dann die manchmal etwas leichtfertige Chancenverwertung. „Wir hätten durchaus mehr Tore machen müssen, aber wir haben dennoch mit unserem schnellen Umschaltspiel ein durchgehend souveränes und konzentriertes Spiel gezeigt“, so das Fazit von HSG-Trainer Tim Stein.

Hude/Falkenburg dominiert vom Anpfiff an

Vor allem in der ersten Halbzeit bekam das Team aus der Wesermarsch kein Bein auf den Boden. Leichtfertig wurden bereits im Spielaufbau zahlreiche Bälle vertändelt. Kam dann doch einmal ein Wurf auf das Tor der HSG, ging er oft daneben oder wurde eine sichere Beute von Torfrau Mareen Rump. Von der siebten Spielminute an gelang den Elsfletherinnen fast 20 Minuten kein Treffer.

Ganz anders das Spiel der Gastgeberinnen: Aus einer sicheren und stabilen Abwehr heraus gelangen der Stein-Sieben zahlreiche schöne und vor allem schnelle Spielzüge. Dem variablen Angriffswirbel konnte die Gästeabwehr so gut wie nichts entgegensetzen. Angesichts der drückenden Überlegenheit seines Teams erlaubte es sich Stein gegen Ende der ersten Halbzeit, seine Leistungsträgerinnen ein wenig zu schonen. „In Anbetracht des Ergebnisses konnte ich allen meinen Spielerinnen Spielzeit geben“, erläuterte er seine Maßnahme. Beim Spielstand von 18:6 wurden die Seiten gewechselt.

Kurze Schwächephase nach der Pause

Zu Beginn der zweiten Hälfte kamen die Elsfletherinnen ein wenig besser ins Spiel. Für einige Minuten sah es so aus, als könnten sie das Match nun etwas ausgeglichener gestalten. Zwei Ursachen waren hierfür maßgebend: Nach Wiederanpfiff stellte der HSG-Coach die Abwehr auf das offensive 3:2:1-System um. Allerdings ohne den gewünschten Erfolg. Zudem ließen es die Gastgeberinnen angesichts der deutlichen Führung ein wenig lockerer angehen. „Bei so einem Ergebnis ist es durchaus normal, dass sich Nachlässigkeiten einschleichen. Zudem war unsere offensive Deckung nicht die beste Lösung“, sagte Stein.

HSG-Motor kommt wieder ins Rollen

Nach einer Auszeit in der 41. Minute ging das Heimteam auf die bewährte defensive 6:0-Defensivformation zurück, die von da an nur noch fünf Tore der Gäste zuließ. Auch gelang es der HSG, wieder zu ihrem druckvollen und vor allem schnellen Angriffsspiel zurückzufinden. Dem hatten die Gäste nach wie vor nichts entgegenzusetzen. So kam es, wie es kommen musste, Tor um Tor zog Hude/Falkenburg davon und ließ nichts mehr anbrennen.

Comeback von Karen Tapkenhinrichs

In den letzten zehn Minuten wurde unter dem Beifall der etwa 50 Zuschauer die lange verletzte Torfrau Karen Tapkenhinrichs eingewechselt, die sich über ihr Comeback in der Liga sehr freute. „Ich habe zwar keinen Ball halten können, aber das mir der verabredete Coup am Ende des Spiels gelungen ist, freut mich ganz besonders“, erzählte sie lachend. Sie ließ sich bei einem Siebenmeter Sekunden vor Schluss noch mal auswechseln. Der Ball wurde von Torfrau Rump gehalten. Den dann über fast das ganze Spielfeld geworfenen Pass auf die vorne lauernde, mit neun Treffern beste Torschützin des Spiels, Saskia Petersen, konnte diese eine Sekunde vor Spielende mit etwas Glück zum 36:18 verwandeln.