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Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg feiert Heimsieg über TV Cloppenburg

Von Richard Schmid | 18.09.2017, 00:17 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben einen Heimsieg gefeiert. Sie bezwangen den TV Cloppenburg mit 31:21 (17:11).

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Sonntag mit dem 31:21 (17:11) über den TV Cloppenburg einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg eingefahren. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einer überragend aufspielenden Jessica Galle sowie einer phantastisch haltenden Torfrau Mareen Rump ließen sie ihren Gästen nicht die Spur einer Chance.

Cloppenburg präsentierte sich keineswegs als hoffnungslos unterlegenes Team. Im Gegenteil, der TVC steckte in keiner Phase des Spiels auf. Doch an diesem Nachmittag war gegen die HSG kein Kraut gewachsen. Dementsprechend zufrieden zeigte sich ihr Trainer Timo Stein: „Das war absolut souverän, was wir gezeigt haben. Wir hatten Cloppenburg bis kurz vor Schluss voll unter Kontrolle, erst am Ende konnte der Gegner noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben.“

HSG überzeugt mit offensiver Abwehr

Bereits in den ersten Minuten kaufte die HSG-Sieben den Gästen aus dem Oldenburger Münsterland den Schneid ab. An der offensiven 3:2:1-Abwehr rannte sich der TV Cloppenburg ein ums andere Mal fest. „Wir hatten in der Woche unser Abwehrverhalten mit einigen Varianten intensiv trainiert, das ist voll aufgegangen“, sagte Stein. Zudem raubte HSG-Torfrau Rump mit ihren zahlreichen Paraden den gegnerischen Angreiferinnen den Nerv. Schon in der Anfangsphase gelang der HSG das schönste Tor des Tages: Jessica Galle, mit neun Treffern erneut beste Werferin ihres Teams, spielte auf Mareike Zetzmann, die wiederum den Ball auf Galle, die sich freigelaufen hatte, zurückgab. Galle warf von halbrechts an der keineswegs schlecht haltenden Lena Backhaus ins TVC-Tor zum zwischenzeitlichen Spielstand von 5:2. Das alles spielte sich in Sekundenschnelle ab, zu schnell für die überforderte Deckung der Gäste. Überhaupt Galle: Sie war überall zu finden, verteilte im Rückraum klug die Bälle und warf einige sehenswerte Treffer. Mit einem 17:11 ging es in die Pause.

HSG auch nach der Pause überlegen

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich nur wenig. Die HSG Hude/Falkenburg beherrschte das Spiel und ließ ihre Gegnerinnen nur wenig zur Entfaltung kommen. Aufregung gab es in der 51. Minute: Katharina Stuffel versuchte, am Cloppenburger Kreis den Ball zu fangen. Sie traktierte dabei im Zweikampf mit dem Ellenbogen unglücklich ihre Gegenspielerin Swetlana Legutin, die verletzt liegen blieb. Mit Verdacht auf Nasenbeinbruch wurde sie ins Krankenhaus gebracht. Zum Entsetzen Stuffels sowie der Mehrheit der 90 Zuschauer zeigten ihr die Schiedsrichter die Rote Karte. „Das war völlig überzogen, es war keine aktive Bewegung mit dem Ellenbogen. Sie sprang hoch und dreht sich, da ist automatisch der Ellenbogen oben“, sagte Stein, der gleichwohl betonte, dass man damit leben muss. „Schiedsrichter sehen nicht immer alles.“