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Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg schlägt GW Mühlen

Von Richard Schmid | 18.11.2018, 23:01 Uhr

Sie taten sich lange schwer, gewannen dann aber doch: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg erkämpften sich einen 22:15 (9:10)-Heimsieg über GW Mühlen.

Mit einem am Ende standesgemäßen 22:15 (9:10) kamen die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg in ihrem Oberliga-Heimspiel gegen GW Mühlen zu ihrem siebten Saisonsieg. Ein Erfolg, der aufgrund eigener Unzulänglichkeiten bis in die zweite Hälfte hinein allerdings alles andere als souverän herausgespielt war. „Unsere Chancenverwertung war das ganze Spiel über extrem fahrlässig“, bemängelte HSG-Coach Dean Schmidt. Dabei traf sein Team auf eine technisch limitierte Mannschaft, deren Stärke vor allem in einer phasenweise konsequent zupackenden Abwehrarbeit bestand. Zudem stand in Andrea Fröhle eine gut haltende Torfrau im Kasten, die viele Chancen der Gastgeberinnen zunichtemachte.

Hude/Falkenburg vergibt viele Chancen

Vor allem in der ersten Halbzeit fanden die Gastgeberinnen nur schwer in die Partie. Trotz einer zweimaligen Zwei-Tore-Führung bis zur zwölften Minute gelang es dem Heimteam nicht, Ruhe ins eigene Spiel zu bringen. Geradezu fahrlässig wurden zahlreiche Torchancen durch überhastete und hektische Abschlüsse liegen gelassen. Immer wieder kämpften sich die Gäste aus dem Landkreis Vechta heran und gingen zur Überraschung der gut 70 Zuschauer in der 24. Minute erstmals in Führung (9:8). Die nur kurz zuvor genommene Auszeit durch HSG-Trainerin Birgit Deeben, die bis in die Schlussminuten der ersten Hälfte allein coachte, weil Schmidt durch ein Spiel der eigenen C-Jugend verhindert war, brachte nicht die erhoffte Wende. Beim Spielstand von 9:10 wurden die Seiten gewechselt.

Ashley Butlers Treffer zum 13:11 bringt die Wende

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete: mit einem Fehlwurf der HSG. Doch so langsam drehte sich das Blatt. Ein endlich mal erfolgreich abgeschlossener Tempogegenstoß zum 13:11 durch Ashley Butler in der 35. Minute brachte die Wende. Hude/Falkenburg bestimmte mehr und mehr das Geschehen, was aber vor allem an dem immer stärker auseinanderfallenden Gästeteam lag. Über 13 Minuten gelang den Grün-Weißen kein Treffer, während die Gastgeberinnen bis zur 45. Minute mit einem 6:0 Lauf auf 15:11 davon zogen. Danach war obgleich der nach wie vor unzulänglichen Chancenverwertung die Messe gelesen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit nur vier Tore kassiert, damit kann ich sehr gut leben“, sagte Schmidt, der sich letztlich über die gewonnenen zwei Punkte zufrieden zeigte. „Im Großen und Ganzen haben wir trotz der mangelhaften Chancenverwertung mit sieben Toren Vorsprung gewonnen, das zählt.“